12 einfache Spartipps – oder Kleinvieh macht auch Mist

Diese 12 ganz einfachen Anregungen können eine Menge Geld sparen helfen, mit dem sich zum Beispiel das Notfallkonto aufstocken lässt.

1. Wechsel zu einer Bank mit kostenlosem Girokonto. Wenn Du bei Deiner aktuellen Bank noch Kontoführungsgebühren zahlst, kannst Du auf die Art leicht 50 bis 100 Euro im Jahr sparen. Ich selbst bin vor einem Jahr zur Postbank gewechselt, dort ist das Girokonto ab 1250 € monatlichem Geldeingang kostenlos. Das comdirect Girokonto ist ebenfalls kostenlos ab 1250 €. Es gibt auch noch einige andere Anbieter, hier ein Vergleich.

2. Geld vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto übertragen. Das Sparbuch bringt nur magere 0,5% bis 1% Zinsen während ein Tagesgeldkonto derzeit 3,8% oder 4% Zinsen abwirft, beispielsweise das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 3,8% oder das 1822direkt-TopCash-Konto. Wenn Du 1000 Euro vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto überträgst, bekommst Du statt 5 Euro (0,5% Zinsen) dafür in Zukunft 40 Euro (bei 4%).

3. Einen Milchkaffee weniger pro Woche kaufen. Wenn Du wie ich süchtig nach Milchkaffee bist und regelmäßig bei Starbucks vorbeischaust, angenommen dreimal die Woche – dann reduzier das einfach auf zweimal. Macht 10 Euro im Monat oder 120 Euro im Jahr.

4. Den Dispo zurückzahlen. Ein Dispositionskredit kostet aktuell im Schnitt 13% Zinsen. Das sind bei 2000 Euro jedes Jahr 560 Euro Zinsen. Entweder Du bist diszipliniert und schaffst es, Deine laufenden Ausgaben so einzuschränken, das jeden Monat ein Betrag übrig bleibt, um den Dispo zu verringern. Oder Du nimmst einen klassischen Ratenkredit auf, die es derzeit zu 5% bis 6% Zinsen gibt. Dabei sparst Du immerhin noch die Hälfte der Zinsen.

5. Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Energiesparlampen brauchen 80% weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und halten 8-mal länger. Bei gleicher Helligkeit und einer durchschnittlichen Lebensdauer von achttausend Stunden spart man so etwa 73 Euro pro Lampe. Ein normaler Haushalt kann so immerhin 50 Euro pro Jahr sparen.

6. Für ausreichenden Druck der Autoreifen sorgen. Bereits ein halbes Bar zu wenig Druck in den Reifen erhöht den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent. Wenn Du normalerweise 7 Liter brauchst und im Jahr 15.000 km fährst, sparst Du über 50 Liter Sprit im Jahr – bei Spritpreisen um 1,40 die Kleinigkeit von 73 € im Jahr.

7. DVDs in der Stadtbücherei ausleihen. Wenn Du einmal im Monat statt ins Kino zu gehen einen Klassiker in der Stadtbücherei leihst, sparst Du leicht 10 € im Monat – oder 120 € im Jahr.

8. Ein Buch lesen. Ich habe zuhause noch eine Menge ungelesene Bücher. Und natürlich hat die Bücherei eine hervorragende Auswahl. Wenn Du einmal im Monat statt für 20 € auszugehen oder ein neues Buch zu kaufen zuhause ein vorhandenes Buch oder eins aus der Bücherei liest, sind das 240 € im Jahr.

9. Einen Softdrink am Tag durch Leitungswasser ersetzen. Wenn Du mehrere Glas Cola oder Saft am Tag trinkst, kannst Du auf die Art nicht nur Geld, sondern auch noch Kalorien sparen. Bei 0.30 € pro Glas macht das 109 € im Jahr.

10. Nur mit Einkaufszettel Einkaufen gehen. Mit Spontankäufen gebe ich pro Woche locker 10 € für unnötige Sachen oder Vorratskäufe aus, die ich dann doch nicht verbrauche. Macht über 500 € pro Jahr.

11. Ein einfaches Essen aus vorhandenen Vorräten zaubern, statt den Pizzaservice zu bestellen. Bestimmt hast Du nicht „Nichts“ im Haus, sondern findest noch eine Packung Linsen und etwas Gemüsebrühe oder einen Beutel Reis, den Du kochen und mit etwas Gemüse und Gewürzen anbraten kannst. Wenn Du das nur jeden zweiten Monat machst und jeweils 10 € sparst, sind das auch 60 € jedes Jahr.

12. Die doppelte Menge kochen und den Rest am nächsten Tag mit ins Büro nehmen. Wenn Du das zweimal im Monat machst und dadurch jeweils 5€ für ein Mittagessen sparst, hast Du nochmal 120 € im Jahr.

Das klingt alles banal, und ist sicher kein großer Verzicht, aber sollen wir mal ausrechnen, was sich auf die Art sparen lässt?

Die Einzelbeträge summieren sich auf über 2000 Euro! Sparsamkeit lohnt sich also doch. Das in nur einem Jahr gesparte Geld kann der Grundstock für die Notreserve sein oder die Anzahlung für ein Auto, oder endlich die Ablöse für den Dispo, oder oder oder.

Fazit: Kleinvieh macht auch Mist!

Richtig sparen – Finanzielle Sicherheit erreichen

Was machst Du, wenn morgen Dein Auto einen Motorschaden hat, Deine Waschmaschine kaputt geht, oder Du einige Monate „zwischen zwei Jobs“, also ohne Arbeit bist? Bringt Dich der Gedanke komplett in Panik, oder hast Du finanzielle Reserven, um solche unvorhergesehenen Ausgaben abzufedern?

Du meinst, dafür sei doch der Dispositionskredit Deines Girokontos da? Dann kann ich Dir nur raten, mal genau nachzurechnen, wie viel Dein Dispo Dich wirklich kostet. Beispiel gefällig? Typischerweise werden dafür pro Jahr (!) zwischen 10% und 15% Zinsen fällig. Angenommen, Dein Konto ist im Schnitt mit 4.000 Euro in den Miesen, dann zahlst Du bei angenommenen 13% Zinssatz jedes Jahr 520 Euro nur an Zinsen. Schade um Dein Geld!

Finanzielle Sicherheit ist der erste Schritt

Daher ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit, ein gewisses Polster als eiserne Reserve aufzubauen – also finanzielle Sicherheit zu haben. Dieses Geld sollte gut verzinst angelegt sein aber trotzdem leicht verfügbar – Du musst im Notfall sofort darauf zugreifen können. Der beste Weg, das zu erreichen, ist die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto. Denn auf Deinem Girokonto bekommst Du meistens gar keine Zinsen für Deinen Notgroschen, während höher verzinste Anlageformen wie Festgeld oder Investmentfonds nicht so schnell flüssig zu machen sind. Ein gutes Tagesgeldkonto dagegen bietet derzeit bis zu 5% Zinsen und erlaubt Dir, jederzeit den benötigten Betrag abzuheben.

Je nach Lebenssituation und persönlichem Sicherheitsbedürfnis sollte Dein Ziel sein, zwischen 2 und 6 Netto-Monatsgehältern „auf der hohen Kante“ zu haben. Das ist natürlich nicht von heute auf morgen zu erreichen, vielleicht erscheint es Dir im Moment sogar gänzlich unerreichbar.

Es sind keine großen Beträge nötig

Aber das stimmt nicht. Die Wahrheit ist: Du musst nur endlich anfangen zu Sparen. Auch kleine Beträge werden durch regelmäßiges Sparen im Laufe der Zeit zu stattlichen Beträgen. Dazu einige Rechenbeispiele:

Ratensparen mit 4% Zinsen p.a.
monatl. Betrag Ansparzeit Zinsen Endbetrag
50 3 Jahre 113 € 1.913 €
50 5 Jahre 320 € 3.320 €
100 3 Jahre 227 € 3.827 €
100 5 Jahre 640 € 6.640 €
200 3 Jahre 453 € 7.653 €
200 5 Jahre 1.259 € 13.259 €

50 Euro im Monat zu sparen sollte eigentlich für jeden machbar sein – und auch mit diesem kleinen Betrag sind nach 3 Jahren bereits mehr als ein Monatsgehalt gespart, nach 5 Jahren dank des Zinseszinseffektes sogar 2 Monatsgehälter. Und schau Dir an, was Du erst mit 100 oder 200 Euro monatlich erreichen kannst – vielleicht spornt Dich das an, Dein finanzielles Ziel etwas schneller anzugehen?

Und was ist nun zu tun?

Überlege Dir also, wieviel Geld Du benötigst, um Dich finanziell sicher zu fühlen, und welchen Betrag Du monatlich erübrigen kannst. Mit verschiedenen Kombinationen von Laufzeit, monatlicher Rate, Sparziel und Zinssatz kannst Du in meinem Sparrechner ausprobieren, wie schnell Du zu Deinem Ziel kommst.

Es ist wichtig, das Sparen per Dauerauftrag zu automatisieren, damit Du nicht jeden Monat wieder daran denken musst, zu überweisen oder irgendwas vermeintlich wichtigeres dazwischen kommt. Wenn Du versuchst, am Monatsende das anzulegen, was übrig bleibt, wirst Du feststellen, dass überraschenderweise nie etwas übrig ist. Wenn das Geld dagegen direkt am Monatsanfang, nachdem das Gehalt da ist, abgebucht wird, wird es Dir kaum fehlen.

Als nächstes solltest Du daher ein gut verzinstes kostenloses Tagesgeldkonto einrichten, z.B. das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 5% oder das 1822direkt-CashSkyline-Konto mit zur Zeit 5,05%, auf das Du monatlich per Dauerauftrag Deine Sparrate überweist. vergleich.de bietet den kostenlosen und unabhängigen Service, die Konditionen der unterschiedlichsten Anbieter zu vergleichen, wenn Du also noch auf der Suche nach der geeigneten Bank bist.

Über Geld spricht man nicht!?

Viele Menschen lehnen es ab, sich mit finanziellen Themen zu befassen, weil das Geld dann ihrer Ansicht nach einen zu hohen Stellenwert erhält. Dabei ist das Gegenteil richtig: Ein wenig Kenntnis finanzieller Grundsätze hilft dabei, die privaten Finanzen im Griff zu behalten und ohne finanzielle Sorgen oder gar Schulden zu leben.

Egal, ob Du Schulden angesammelt hast und diese nun wieder loswerden willst, ob Du einen Weg zu finanzieller Sicherheit und Unabhängigkeit suchst oder eine solide Altersvorsorge aufbauen möchtest: Dieser Blog hält regelmäßig Tipps und Gedankenanregungen dazu bereit.

Dabei kann ich hier keine professionelle Finanzberatung – und schon gar keine Schuldnerberatung leisten – sondern nur Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Was ich hier schreibe, ist meine persönliche Meinung. Vieles habe ich selbst ausprobiert und es hat für mich gut funktioniert. Das muss nicht heißen, dass für Dich die gleichen Dinge funktionieren. Triff Deine eigenen Entscheidungen, ich übernehme keine Garantien.

Daher mein ernst gemeinter Rat: Wer in so ernsten finanziellen Schwierigkeiten steckt, dass er / sie die Miete oder andere existenzielle Dinge nicht mehr bezahlen kann, muss jetzt handeln und SOFORT Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle suchen, am besten zunächst telefonisch. Die Beratung dort kostet nichts, ist vertraulich, und hilft dabei, die Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Lass Dich AUF KEINEN FALL blenden von angeblichen Kreditangeboten ohne Schufaprüfung oder ähnliches: Statt Hilfe zu bekommen wird man dort nur noch mehr Geld los.