Servicenummern

Wer kennt das nicht: Man hat etwas bestellt, zum Beispiel einen tollen Fernseher, hat die schnellste Lieferart gewählt und ein kalkuliertes Ankunftsdatum erhalten, an dem man nun, wie gebannt, darauf wartet, dass es endlich klingelt und der Paketbote vor der Tür steht. Aber wie es Murphy will, kommt und kommt genau dieser nicht. Am späten Nachmittag, nach etwa 6 Stunden langem Warten, stellt man fest, dass die Milch aus ist und man unbedingt schnell mal zum Supermarkt um die Ecke gehen müßte, um Nachschub zu besorgen. So nach dem Motto „der wird ja nicht genau in diesen 10 Minuten kommen“.
Wenn man dann wieder daheim ist, können genau 2 Dinge vorgefallen sein:

  1. der Paketbote war genau in diesen 10 Minuten da, hat geklingelt und niemand hat geöffnet. Er hat das Paket wieder mitgenommen, um nächste Woche wieder zu kommen.
  2. der Paketbote ist tatsächlich nicht vorbeigekommen.

In beiden Fällen liegt also keine Benachrichtigung vom Paketdienst im Briefkasten. Was ist also das einfachste in diesem Fall, um allen Zweifeln ein Ende zu setzen? Genau: Anrufen und nachfragen, wo das Paket bleibt.
Und hier kommt dann wieder so eine kleine Unanehmlichkeit auf einen zu. Die überteuerten Service-Rufnummern, die etwa mit 0900 oder 0180 beginnen.

Wie gut, dass es dafür mittlerweile prima Internetseiten, die einem zu günstigeren Alternativ-Rufnummern verhelfen. Damit nicht zu den erhöhten Kosten, die man bereits für die superschnellste Lieferart ausgegeben hat, überhöhte Telefonkosten dazu kommen, nur um zu erfahren, ob der Paketbote schon da war oder nicht.

Ich nutze hierzu bevorzugt diese Seiten:

10 Ideen für ein kostenloses Wochenende

In der Woche bin ich immer ganz gut darin, mein Geld zusammen zu halten, aber an Wochenenden ist die Versuchung, ein bisschen extra auszugeben besonders groß: Essen gehen, Shopping, ein Cappuccino samstags in der Stadt, you name it.

Da wäre es doch ein schöner Sport, einmal im Monat ein Wochenende zu verbringen ohne Geld auszugeben und die 50-100 Euro auf mein Tagesgeldkonto für den nächsten Urlaub zu überweisen. Aber was tut man die ganze Zeit, wenn die Regel ist, wirklich überhaupt kein Geld auszugeben? Früher war mein Spruch „Spaß kostet“ – Aber gibt es vielleicht auch Aktivitäten, die nichts kosten und trotzdem Spaß machen?

Hier meine 10 Ideen für ein Wochenende ohne Geld:

  1. Eine Fahrradtour unternehmen. Wer ein Fahrrad besitzt, hat schon alles, was für einen tollen Nachmittag notwendig ist. Anregungen für Wege finden sich unter fahrradtouren.de oder fahrradreisen.de. Damit es wirklich kostenlos bleibt, muss das Picknick für unterwegs natürlich aus vorhandenen Vorräten bestritten werden.
  2. Neue Musik entdecken. Bei Last.fm gibt man einen Künstler ein, dessen Musik man mag und bekommt prompt eine große (und häufig überraschend gelungene) Auswahl von Künstlern angezeigt, die einem ebenfalls gefallen könnten. Da kann man halbe Tage verbringen und Musik hören.
  3. Den Kleiderschrank aufräumen. Klingt nicht nach Spaß? Ich habe beim letzten Aufräumen nicht nur ein paar wirklich schöne Sachen wieder entdeckt – fühlt sich fast an wie neu gekauft – sondern ich habe plötzlich auch wieder richtig Platz im Schrank. Und je nachdem, lässt sich vielleicht mit den aussortierten Stücken in einem Secondhand-Shop noch etwas Geld machen? Der Rest kommt in die Altkleidersammlung. Danach fühle ich mich immer befreit. Keller aufräumen geht auch, das gibt extra Punkte 🙂
  4. Was neues lernen. Es gibt eine Menge Anbieter von kostenlosen Kursen im Internet, zu allen nur denkbaren Themen. Die Internet-Akademie TEIA bietet kostenlose Kurse zu PC-Wissen, Wirtschafts- und Management-Themen an. Das renommierte MIT (Massachusetts Institute of Technology) bietet fast alle aktuellen Vorlesungen aus allen Fachbereichen als so genannte Open Courseware an – von Anthropologie über Linguistik und Literatur bis Wirtschaftswissenschaften. Viele Vorlesungen gibt es sogar als Audio- oder Videodateien zum Download. (Alle in englisch, natürlich). Eine große Datenbank für deutschsprachige Angebote gibt es bei e-learning-suche.de.
  5. Ein Buch lesen. Bei mir zuhause gibt es immer Bücher, die ich gekauft, aber noch nicht gelesen habe. Ein Abend auf dem Sofa mit einem Glas Wein und einem Buch ist was wunderbares. Wer kein Buch mehr rumliegen hat, kann zusätzlich noch einen Vormittag in der Stadtbücherei verbringen und stöbern.
  6. Medientausch mit einem Freund. Eine tolle Gelegenheit, zu ein paar neuen DVDs oder CDs zu kommen ist es, ein Freund einzuladen, der oder die ein paar DVDs, Bücher, Spiele oder was auch immer mitbringt, von denen er denkt, sie würden mir gefallen. Im Tausch greift er oder sie in meine Regale. Lässt sich natürlich alle später wieder zurück tauschen.
  7. Den nächsten Urlaub planen. Vorfreude ist immer wieder die schönste Freude. Wohin soll es gehen? Was soll besichtigt werden? Wo entlang soll die Tour gehen? Bei der Gelegenheit kann man gleich noch raussuchen, ob es günstige Angebote oder Rabatte für die gewünschten Attraktionen gibt.
  8. Geschenke vorbereiten. Wie wäre es, endlich mal rechtzeitig ein Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk zu haben, und nicht erst zwei Tage vorher durch die Stadt zu hetzen auf der verzweifelten Suche? Als erstes mache ich eine Liste der nächsten Geburtstage (oder der zu Weihnachten zu Beschenkenden) und dann überlege ich, was denjenigen gefallen könnte. Selbst gemachte Geschenke sind natürlich viel persönlicher als gekaufte. Hier ein paar Seiten mit Anregungen: Geschenkideen, Brigitte selbermachen oder Kosmetik selbermachen. Ich verschenke gerne schön gestaltete Fotoalben, und ich mag diese kleinen Zen-Gärten, sehr einfach selbst zu machen aus einem alten Bilderrahmen, etwas Sand und einigen kleinen Kieseln.
  9. Tagebuch schreiben. Ich meine nicht notwendigerweise ein Online-Tagebuch 🙂 Tagebuchschreiben hilft, sich über die eigenen Gedanken und Gefühle klar zu werden. Mehrere Studien haben gezeigt, dass das Schreiben von Tagebüchern einen heilenden Effekt haben kann, besonders bei der Verarbeitung negativer Erfahrungen, da man eine neue Perspektive zu den Ereignissen einnimmt. Und natürlich macht es einfach Spaß, später nachzulesen, was damals so los war, was ich gedacht und gefühlt habe.
  10. Sport machen. Sport muss nicht nur im Fitness Studio stattfinden. Für die meisten Workouts braucht man kein Equipment. Wie wär’s mal mit Situps? Laufen? Schwimmen?Bei fitness.com gibt es bebilderte Übungen für jeden Geschmack. Läufer finden Infos und Trainingspläne bei Runnersworld.de. Oder mal einen neuen Badesee ausprobieren.
  11. Bonustipp: Einen Spartipp ausprobieren. Dann würde das kostenlose Wochenende nicht nur nichts kosten, sondern sogar was bringen.

Weitere Vorschläge gerne in den Kommentaren. Und ein schönes Wochenende!

Mehr Spartipps – nicht nur für Kleingeld

Wer seine Ausgaben den Einnahmen besser anpassen möchte – mit anderen Worten Geld sparen, sei es um einen Kredit zurückzuzahlen oder um Vermögen aufzubauen, erhält häufig den Rat, die vielen kleinen regelmäßigen Ausgaben zu reduzieren, etwa den Kaffee auf dem Weg zur Arbeit zu streichen, Energiesparlampen einzusetzen, und so weiter. Die Amerikaner nennen das den „Latte-Faktor“. Auch ich habe gerade erst 12 einfache Spartipps in der Richtung veröffentlicht. Auf diese Ausgaben zu achten, ist gut und richtig, denn übers Jahr gerechnet kommen da ganz nette Sümmchen zusammen.

Wenn man aber mal eine Zeitlang ein Haushaltsbuch führt und schaut, welches die größten Ausgabenfaktoren des eigenen Budgets sind, eröffnen sich noch ganz andere Sparpotentiale.

Miete:
Für die meisten Menschen stellt die Miete für Wohnung oder Haus jeden Monat den weitaus größten Ausgabenanteil dar. Laut Mieterbund geben die Deutschen im Schnitt 28,3% ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aus. Wenn ich jemandem aus anderen Teilen Deutschlands erzähle, was unsere Münchner Wohnung an Miete kostet, ernte ich regelmäßig entsetzte Blicke. Gerade wegen des hohen Anteils lässt sich dabei natürlich auch am meisten sparen. Wenn das Geld nicht reicht, solltest Du sorgfältig abwägen, ob Du nicht eine Zeit lang in einer günstigeren Wohnung leben kannst, bis die finanzielle Situation wieder besser ist. Natürlich ist ein Umzug aufwendig, kostet sicher auch Geld, aber wenn Du eine Wohnung findest, die statt 800 Euro nur 500 kostet, hast Du 3.600 Euro mehr im Jahr, um Schulden abzuzahlen. Empfehlung: Wenn die derzeitige Wohnungsmiete deutlich mehr als 35% des Einkommens kostet, ist ein Umzug ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Nebenkosten:
In den letzten Jahren sind die Preise für Heizöl und Gas so stark gestiegen, dass sie inzwischen die Inflation auf den höchsten Wert seit 13 Jahren getrieben haben. Die Nebenkosten machen im Schnitt in Deutschland fast 30% der Mietbelastung aus. Auch hier also deutliches Sparpotential. Zum einen natürlich durch sparsamen Umgang mit Energie und Wasser: Heizen auf nicht zu hohe Raumtemperatur und nur in den Räumen, in denen sich jemand aufhält. Vernünftiges Lüften, also nicht Fenster stundenlang „auf Kipp“ sondern Stoßlüften. Elektronische Geräte ausschalten statt „Standby“ laufen zu lassen, Energiesparlampen und Elektrogeräte mit hoher Energieeffizienz verwenden. Öfter Duschen statt Baden und Wasch- und Spülmaschine erst bei optimaler Füllung einschalten. Eine EU-Studie rechnet aus, dass ein typischer deutscher Haushalt durch effizientere Energienutzung bis zu 1.000 Euro im Jahr sparen kann. Auf der Webseite der Deutschen Energie-Agentur wird eine sehr interessante Broschüre zum Thema Energiesparen angeboten.

Eigenes sparsames Verhalten bringt viel, zusätzlich aber kann ein Wechsel des Strom- oder Gasanbieters eine Menge Geld sparen. Hier hilft ein kostenloser Vergleich der Stromanbieter in Deutschland, das beste Angebot zu finden. Zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter kommen leicht nochmal bis zu 200 Euro Unterschied zusammen.

Zigaretten:
Alle wissen, dass Rauchen ungesund ist, und nach Einführung der neuen Nichtrauchergesetze macht es sowieso kaum noch Spaß… Aber Hand aufs Herz – wer hat schonmal ausgerechnet, was er jeden Monat für die Kippen ausgibt? Bei mir waren das 2004 – mit etwa einer Schachtel täglich – deutlich über 100 Euro monatlich. Ich habe dann einen Handel mit mir selbst gemacht und von einem Tag auf den anderen komplett aufgehört, um von dem Geld mein neues Auto, einen Mini, zu finanzieren. Und ich habe die Zigaretten nicht einen Tag lang vermisst! Wenn Du auch Deiner Gesundheit was Gutes willst und noch dazu 1.500 Euro jährlich sparen willst – dann hör doch auch auf. Es funktioniert nach meiner Erfahrung am besten ganz ohne Hilfsmittel wie Nikotinpflaster oder Tabletten, weil das Aufhören im Kopf beginnt. Die Hilfsmittel kosten nur auch wieder Geld. Der Focus beschreibt ein 10-Schritte Programm, das ganz sinnvoll klingt. Ich persönlich habe Allen Carrs Buch „Endlich Nichtraucher!“ gelesen und fand es hilfreich, aber ich weiß, dass dieser „Psychokram“ nicht jedermanns Sache ist.

Auto:
Der Deutschen liebstes Spielzeug, das Auto, verursacht ebenfalls jeden Monat hohe Kosten. Bei der Kfz-Versicherung gibt es riesige Unterschiede, da kann das teuerste Angebot leicht doppelt so viel kosten wie das günstigste, hier lohnt ein Vergleich auf jeden Fall. Je nach Versicherung ist eine Ersparnis von 1.000 bis 2.000 Euro leicht zu erreichen. Ein Wechsel ist immer zum 30. November oder bei Preiserhöhungen möglich. Zudem lässt sich durch sparsamere Fahrweise ebenfalls eine Menge Geld einsparen, was viele nicht wahrhaben wollen. Mein Wagen verbraucht 7 Liter, wenn ich damit auf der Autobahn unterwegs bin, aber 8 Liter, wenn mein Liebster fährt. Bei kurzen Strecken (und zugegebenermaßen gutem Wetter) kommt bei mir auch mal das Fahrrad oder die Straßenbahn zum Einsatz.

Wenn Dein Geld vorne und hinten nicht reicht, solltest Du überlegen, ob nicht ein günstigeres Modell für den Moment auch den Zweck erfüllen kann. Wenn Du in der Stadt wohnst, kannst Du vielleicht sogar ganz auf ein Auto verzichten und damit einen riesigen Kostenfaktor komplett von Deiner Liste streichen.

Versicherungen:
Der letzte große Batzen, den es zu überprüfen gilt, sind die Versicherungen. Viele Menschen in Deutschland sind falsch versichert, besitzen unnötige oder überteuerte Policen. Das ist natürlich Stoff für einen eigenen Beitrag, den ich schon auf der Ideenliste habe, aber in aller Kürze hier einige Hinweise: Versicherungen sind dazu da, existentielle Risiken abzusichern, und nicht für jede noch so kleine Eventualität. Kapitallebensversicherungen sind ausschließlich für Leute interessant, die ihre Familie für den Todesfall absichern wollen. Wer eine solche Versicherung als Geldanlage aufgeschwatzt bekommen hat (wie ich vor vielen Jahren), sollte prüfen lassen, ob es nicht mehr bringt, die Versicherung beitragsfrei zu stellen oder auszahlen zu lassen, und die Beiträge künftig anders anzulegen.

Unabdingbar dagegen ist für jeden nach 1961 geborenen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn die zahlt der Staat nicht mehr. Krankenversicherung ist ohnehin Pflicht, und auch eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Während eine Haftpflichtversicherung bereits für wenige Euro monatlich zu haben ist, fallen für Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich hunderte von Euro an. Ein Wechsel kann hier richtig Geld bringen. Die Spanne reicht von 12% bis über 16% Beitrag – ich kann Dir nur empfehlen, einmal einen Blick auf die unterschiedlichen Beitragssätze zu werfen. Ich habe vor einem Jahr meine (gesetzliche) Krankenkasse gewechselt und spare dabei jeden Monat über 50 Euro, die ich in eine private Zusatzversicherung stecke. Für alle übrigen Versicherungen, die Du planst abzuschließen oder zu wechseln lohnt ein Online-Versicherungsvergleich.

Kauf auf Raten – ein schlechter Plan

Da steht im Elektronikfachmarkt dieser wunderbare HD-Flatscreen oder DVD-Recorder, nach dem man schon so lange giert, und es lockt das Preisschild mit „nur 19 Euro monatlich“ – das klingt natürlich erstmal günstig. Aber diese Rate ist 36 Monate, also 3 Jahre lang, zu zahlen. Um festzustellen, was die wahren Kosten dieses anscheinend günstigen Angebotes sind, ist keine große Rechenkunst nötig: In den 36 Monaten kommen insgesamt 689,- Euro zusammen. Eine Preisrecherche im Internet liefert die Information, dass der DVD-Recorder normalerweise zum Preis von 389,- Euro zu kaufen ist. Macht exakt 300 Euro Zinsen in den 3 Jahren, demnach ein effektiver Jahreszins von über 25%!

Noch interessanter wird die Rechnung anders herum: Wenn ich den Player jetzt noch nicht kaufe, sondern stattdessen 19 Euro monatlich anlege, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto mit 4% Zinsen, hätte ich die 389 Euro nach 20 Monaten zusammen. Mein nächster Gedanke: Wenn ich 19 Euro im Monat zurück legen kann, dann vielleicht auch 29 – und schon reicht ein Jahr, um das nötige Geld zu sparen. Bis dahin gibt es zum gleichen Preis bestimmt sogar ein besseres Modell…

Allerdings klingt es heutzutage ziemlich spießig, auf etwas zu sparen, anstatt sich „seine Wünsche sofort zu erfüllen“, wozu wir ständig von der Werbung ermuntert werden.

Während meines Studiums, als ich nicht viel Geld zur Verfügung hatte, habe ich auch einen Videorecorder „geleast“, weil ich dachte, den brauche ich, ohne groß darüber nachzudenken. Die Unterlagen über die genauen Raten konnte ich jetzt leider nicht mehr finden, aber ich erinnere mich, dass ich jahrelang dafür gezahlt habe, leider auch dann noch, als ich den Recorder schon gar nicht mehr besaß, nachdem mein dann Ex-Freund ausgezogen war und den Recorder mitgenommen hatte. Eine unschöne Erfahrung, die ich mir wirklich hätte sparen können.

Diesen Ratschlag wird man auch von den meisten Finanzexperten bekommen: Konsumschulden, also Schulden für Dinge, die nicht an sich einen Wert darstellen sondern Ihren Wert durch Benutzung oder Verbrauch verlieren, können der erste Schritt in die Schuldenfalle sein. Teures Technikspielzeug oder andere Wünsche durch Ratenkauf oder Leasing zu finanzieren, befriedigt zwar das spontane Bedürfnis, etwas JETZT zu besitzen, aber letztlich zu einem hohen Preis: Am Ende kann man sich auf die Art nicht mehr leisten, sondern weniger, denn zusammen mit den Zinsen kommt jeder einzelne Kauf ja wesentlich teurer als bei Barzahlung. Dabei suggeriert die Werbung das glatte Gegenteil.

Wer monatlich Geld als Notgroschen zurücklegt, dessen Wahrnehmung wird sich allerdings schnell ändern. Es ist einfach ein gutes Gefühl, für unvorhergesehene Ausgaben gerüstet zu sein oder sich dann doch den neuen DVD-Rekorder aus dem Ersparten zu gönnen. Es könnte aber passieren, dass man ihn dann gar nicht mehr so dringend will, weil man plötzlich Spaß am Geld behalten statt am Geld ausgeben gefunden hat…

Mein Rat: Fang JETZT an, Geld zurück zu legen. Wenn für den Ratenkauf Geld da gewesen wäre, ist auch Geld zum Sparen vorhanden. Ich habe es mir zu Regel gemacht, grundsätzlich nur noch etwas zu kaufen, wenn ich das Geld dafür habe.

Wie man seine finanzielle Situation von einem Tag auf den anderen verbessert

Heute habe ich auf The Simple Dollar einen Tipp gefunden, wie man seine finanzielle Situation von heute auf morgen verbessern kann. Und das beste ist, dass dieser Trick nicht nur einmal sondern immer wieder funktioniert. Dabei ist es unglaublich einfach und naheliegend, aber die wenigsten kommen darauf, wieviel das bringt.

Das faszinierende ist:

(Fast) Jeder kann es anwenden. Es funktioniert für mich in München genau wie für Trent in Iowa, für Jugendliche genau wie für Erwachsene.

Es führt auf jeden Fall zu mehr Geld im Portemonnaie. Wer diesen Trick anwendet, wird auf jeden Fall mehr Geld besitzen, als wenn er es nicht getan hätte. Und weil es so einfach ist, fühlt es sich an wie Zauberei.

Es ist weder illegal noch grenzwertig. Es geht nicht um Geld, das einem nicht wirklich gehört. Niemand wird schief gucken, im Gegenteil.

Es fühlt sich gut an. Abends beim Schlafengehen hat man das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Und was soll das wohl sein? Der tolle Trick, mit dem jeder seine Finanzen verbessern kann?

Bereit?

Gib heute kein Geld aus.

Verbring einfach mal einen Tag, ganz ohne Geld auszugeben. Keinen Kaffee oder Butterbrezen auf dem Weg zur Arbeit. Kein Sushi aus der Supermarkt-Theke. Nicht schnell das neue Album der Lieblingsband und auch keine Songs bei iTunes kaufen. Erst recht keine Klamotten. Komm einen ganzen Tag ohne Geld aus.

Morgen kann es ja wieder weiter gehen wie normal, aber jeder Tag, den man auf diese Art nutzt, macht sich in Zukunft bezahlt. Mit dem gesparten Geld kann man Schulden abzahlen, das Notfallkonto aufstocken, einen Fondssparplan anlegen (wenn die Börse ihre Talfahrt wieder beendet hat).

Und es ist so einfach, dass wir es gleich morgen probieren können. Wer macht mit?

12 einfache Spartipps – oder Kleinvieh macht auch Mist

Diese 12 ganz einfachen Anregungen können eine Menge Geld sparen helfen, mit dem sich zum Beispiel das Notfallkonto aufstocken lässt.

1. Wechsel zu einer Bank mit kostenlosem Girokonto. Wenn Du bei Deiner aktuellen Bank noch Kontoführungsgebühren zahlst, kannst Du auf die Art leicht 50 bis 100 Euro im Jahr sparen. Ich selbst bin vor einem Jahr zur Postbank gewechselt, dort ist das Girokonto ab 1250 € monatlichem Geldeingang kostenlos. Das comdirect Girokonto ist ebenfalls kostenlos ab 1250 €. Es gibt auch noch einige andere Anbieter, hier ein Vergleich.

2. Geld vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto übertragen. Das Sparbuch bringt nur magere 0,5% bis 1% Zinsen während ein Tagesgeldkonto derzeit 3,8% oder 4% Zinsen abwirft, beispielsweise das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 3,8% oder das 1822direkt-TopCash-Konto. Wenn Du 1000 Euro vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto überträgst, bekommst Du statt 5 Euro (0,5% Zinsen) dafür in Zukunft 40 Euro (bei 4%).

3. Einen Milchkaffee weniger pro Woche kaufen. Wenn Du wie ich süchtig nach Milchkaffee bist und regelmäßig bei Starbucks vorbeischaust, angenommen dreimal die Woche – dann reduzier das einfach auf zweimal. Macht 10 Euro im Monat oder 120 Euro im Jahr.

4. Den Dispo zurückzahlen. Ein Dispositionskredit kostet aktuell im Schnitt 13% Zinsen. Das sind bei 2000 Euro jedes Jahr 560 Euro Zinsen. Entweder Du bist diszipliniert und schaffst es, Deine laufenden Ausgaben so einzuschränken, das jeden Monat ein Betrag übrig bleibt, um den Dispo zu verringern. Oder Du nimmst einen klassischen Ratenkredit auf, die es derzeit zu 5% bis 6% Zinsen gibt. Dabei sparst Du immerhin noch die Hälfte der Zinsen.

5. Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Energiesparlampen brauchen 80% weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und halten 8-mal länger. Bei gleicher Helligkeit und einer durchschnittlichen Lebensdauer von achttausend Stunden spart man so etwa 73 Euro pro Lampe. Ein normaler Haushalt kann so immerhin 50 Euro pro Jahr sparen.

6. Für ausreichenden Druck der Autoreifen sorgen. Bereits ein halbes Bar zu wenig Druck in den Reifen erhöht den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent. Wenn Du normalerweise 7 Liter brauchst und im Jahr 15.000 km fährst, sparst Du über 50 Liter Sprit im Jahr – bei Spritpreisen um 1,40 die Kleinigkeit von 73 € im Jahr.

7. DVDs in der Stadtbücherei ausleihen. Wenn Du einmal im Monat statt ins Kino zu gehen einen Klassiker in der Stadtbücherei leihst, sparst Du leicht 10 € im Monat – oder 120 € im Jahr.

8. Ein Buch lesen. Ich habe zuhause noch eine Menge ungelesene Bücher. Und natürlich hat die Bücherei eine hervorragende Auswahl. Wenn Du einmal im Monat statt für 20 € auszugehen oder ein neues Buch zu kaufen zuhause ein vorhandenes Buch oder eins aus der Bücherei liest, sind das 240 € im Jahr.

9. Einen Softdrink am Tag durch Leitungswasser ersetzen. Wenn Du mehrere Glas Cola oder Saft am Tag trinkst, kannst Du auf die Art nicht nur Geld, sondern auch noch Kalorien sparen. Bei 0.30 € pro Glas macht das 109 € im Jahr.

10. Nur mit Einkaufszettel Einkaufen gehen. Mit Spontankäufen gebe ich pro Woche locker 10 € für unnötige Sachen oder Vorratskäufe aus, die ich dann doch nicht verbrauche. Macht über 500 € pro Jahr.

11. Ein einfaches Essen aus vorhandenen Vorräten zaubern, statt den Pizzaservice zu bestellen. Bestimmt hast Du nicht „Nichts“ im Haus, sondern findest noch eine Packung Linsen und etwas Gemüsebrühe oder einen Beutel Reis, den Du kochen und mit etwas Gemüse und Gewürzen anbraten kannst. Wenn Du das nur jeden zweiten Monat machst und jeweils 10 € sparst, sind das auch 60 € jedes Jahr.

12. Die doppelte Menge kochen und den Rest am nächsten Tag mit ins Büro nehmen. Wenn Du das zweimal im Monat machst und dadurch jeweils 5€ für ein Mittagessen sparst, hast Du nochmal 120 € im Jahr.

Das klingt alles banal, und ist sicher kein großer Verzicht, aber sollen wir mal ausrechnen, was sich auf die Art sparen lässt?

Die Einzelbeträge summieren sich auf über 2000 Euro! Sparsamkeit lohnt sich also doch. Das in nur einem Jahr gesparte Geld kann der Grundstock für die Notreserve sein oder die Anzahlung für ein Auto, oder endlich die Ablöse für den Dispo, oder oder oder.

Fazit: Kleinvieh macht auch Mist!