5 IDEEN aus CASHKURS – DIRK MÜLLER

Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen, Immobilien

Was kann ich tun mit meinem Geld? Wie spare ich am besten? Ist das der richtige Ratenkredit? Woran erkenne ich eine riskante Anlage? Wie sorge ich vor? Was sind die besten Aktienstrategien? Dirk Müller erklärt für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Anleger gewohnt humorvoll und leicht verständlich die wichtigsten Fragen rund ums eigene Geld. Ob Umgang mit Geld, Versicherungen oder Anlagen, er zeigt die Fallstricke und weist hin auf Vorzüge und Risiken. Damit Sie Ihre Finanzen stets im Griff haben – und kein Geld verlieren.

»Wenn mein Bankberater nur ein einziges Mal so unverschlüsselt mit mir über Finanzgeschäfte geredet hätte …« Der Stern über Crashkurs, den großen Bestseller zur Finanzkrise

 


5 IDEEN aus dem Buch: „Cashkurs“ von Dirk Müller:
Idee 1: Der Bauplan für die eigenen Finanzen ist leichter als gedacht
Idee 2: Die Altersvorsorge sollten wir nicht dem Zufall überlassen
Idee 3: Die wichtigsten Grundregeln für das Eigenheim
Idee 4: Die goldenen Regeln für erfolgreiches Handeln an der Börse
Idee 5: Die Lüge vom kostenlosen Beratungsgespräch

Cashkurs: So machen Sie das Beste aus Ihrem Geld: Aktien, Versicherungen, Immobilien

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Die perfekte Geldanlage

Der Bereich von Finanzen und Geldanlage ist nicht gerade unkompliziert. Es gibt viele kleine Bereiche zu beachten, wenn man wirklich einen Gewinn erwirtschaften möchte. Selbstverständlich beginnt dies schon bei der Auswahl der Anlagestrategie und der gewählten Höhe. Deswegen ist eine umfangreiche Information und eine Beratung zu empfehlen.

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10 Schritte zum Anlageerfolg

Der Vermögensverwalter Hannes Peterreins beschreibt in seinem Buch „Grundsätze soliden Investierens“ die 10 wichtigsten Schritte zum Anlageerfolg:

  1. Ziele setzen: Ohne Anlageziele ist in Finanzdingen alles zufällig. Diese Ziele beschreiben beispielsweise den gewünschten Endbetrag und den geplanten Anlagezeitraum, oder das geplante Renditeziel. Genügt eine Rendite von 4%, um nach x Jahren Betrag z zu erhalten? Dient die Anlage der eigenen Altersvorsorge oder dem Sparen für die Anschaffung des neuen Autos in 3 Jahren? Eine kleine Hilfe zur Bestimmung der eigenen Ziele bietet mein-finanzbrief.de
  2. Risiko minimieren: Wenn das Ziel bekannt ist, wird die risikoärmste Anlageform gesucht, mit der es sich erreichen lässt. Bei niedrigen Renditezielen ist das vielleicht Tagesgeld oder Festgeld, also eine Anlageform mit sehr niedrigem Risiko.
  3. Vorsicht vor Vergangenheitsdaten: Wer garantiert, dass eine Aktie oder Fonds, die 5 Jahre lang sehr gut gelaufen sind, dass auch weiterhin tun? Laut Peterreins ist der Blick in die Vergangenheit einer der sichersten Wege, an den Kapitalmärkten viel Geld zu verlieren, da gute Performancedaten einerseits den Blick für eventuell hohe Gebühren und Kosten trüben, und zum anderen eine realistische Einschätzung der am Kapitalmarkt immer vorhandenen Verlustrisiken verhindern.
  4. Vergessen Sie Kapitalmarktprognosen: Niemand kann in die Zukunft schauen. Daher ist der vermeintlich „sichere Aktientipp“ und erst recht die Prognose, wie der DAX in 6, 12 oder 24 Monaten stehen wird, nicht viel mehr als Wahrsagerei. Die Gefahr ist aber, aufgrund der vermeintlichen Sicherheit zu wenig zu diversifizieren.
  5. Glauben Sie nicht an die Macht der Fondsmanager: Die Mehrzahl der aktiv gemanagten Fonds schlägt den Vergleichsindex nicht, daher lässt sich mit den deutlich kostengünstigeren Indexfonds häufig eine bessere Rendite erzielen. Die Wirtschaftswoche untersucht, welche Fondsmanager ihr Geld wert sind.
  6. Gebühren minimieren: Ein hoher Ausgabeaufschlag sowie hohe Verwaltungsgebühren können stark an der Rendite eines Fonds zehren. Dagegen hilft der Einkauf beispielsweise über Online-Fondsvermittler, die häufig viele Fonds mit 100% Rabatt auf den Ausgabeaufschlag anbieten. Der nächste Schritt ist der Blick auf die Verwaltungsgebühr. Speziell die gerade aufgrund der Abgeltungssteuer so stark beworbenen Dachfonds schießen bei den Gebühren leicht über das Ziel hinaus.
  7. Vermögen diversifizieren: Die alte Börsenweisheit, dass man nicht alle Eier in einen Korb legen solle, ist unverändert gültig. Ein ausgewogenes Portfolio enthält Produkte unterschiedlicher Anlageklassen, wie Aktien, Fonds, Anleihen, Renten, Immobilien – am besten solche, die sich möglichst unabhängig voneinander entwickeln. Damit wird das Risiko möglichst breit gestreut. Im Idealfall kann dann ein Verlust bei der einen Anlage durch Gewinne der anderen Anlage ausgeglichen werden. Die FAZ schreibt dazu: „Diversifikation über alles“.
  8. Anlagehorizont beachten: Aus der Definition der Anlageziele sollte bereits hervorgehen, für welche Dauer das Geld angelegt werden soll. Anhand dessen können dann die entsprechenden Produkte gewählt werden: Für kurzfristige Anlagen bis 24 Monate eignet sich Tagesgeld, Festgeld oder Geldmarktfonds. Bei Anlagen ab mindestens 2 Jahren bis zu 6 Jahren kommen auch Aktienfonds und Anleihen in Frage. Erst bei Anlagezeiträumen darüber hinaus kommen Aktien, langlaufende Anleihen oder geschlossene Fonds in Frage. Ein interessanter Vergleich einzelner Fondsarten findet sich bei finanznet.de
  9. Risiken richtig managen: Vor Kauf von Kapitalmarktprodukten sollte sich jeder Anleger für sein Depot ein Risiko definieren, also den Verlust, den er maximal einzustecken bereit ist. Anhand dessen können dann für einzelne Positionen Strategien wie Stop-Loss Kurse oder die Option, antizyklisch nachzukaufen, definiert werden. Mehr dazu bei boerse.ARD.de
  10. Distanz wahren: Das ständige Beobachten des eigenen Depots und der Börsenkurse zerrt an den Nerven und führt laut Experte Peterreins nachweislich zu Fehlentscheidungen. Man muss ja nicht gleich so weit gehen wie André Kostolany, von dem der viel zitierte Spruch stammt: „Anleger sollten Aktien kaufen, dann Schlaftabletten schlucken. Nach ein paar Jahren können sie sich über einen hübschen Gewinn freuen“.

Finanzkrise und Anlagestrategie

Der Dax hat seit Januar mehr als 20 Prozent an Wert verloren, eine renommierte Investmentbank wie Bear Stearns ist nur durch eine Übernahme zu retten, alle paar Wochen versucht die Fed der Lage in den USA durch eine Zinssenkung Herr zu werden, die Aufzählung könnte noch weiter gehen.

Da frage ich mich als Kleinanleger, was die beste Strategie für die nächsten Monate ist, das eigene Vermögen zu sichern. Raus aus den Aktien? Oder wie jetzt?

Aktien verkaufen oder Krise aussitzen?

Da generell gilt, dass Aktienanlagen langfristige Anlagen sein sollten, sollten Anleger, die derzeit in Aktien investiert sind, mit 2 bis 3 Jahren rechnen, bevor das Investment sich wieder rentiert. Ein ausgewogen strukturiertes Anlageportfolio mit Aktien, Anleihen, Fonds muss nicht unbedingt verändert werden. Renditeberechnungen bei Anlagen basieren immer auf einer Mischkalkulation: ein Teil macht sensationelle Rendite, ein Teil macht Verlust, der Rest ist irgendwo mittendrin. Wer dagegen sein Geld so lange nicht entbehren kann, steigt besser jetzt aus.

Jetzt einsteigen bei den günstigen Kursen?

Es lässt sich derzeit schwer sagen, ob der Boden schon erreicht ist, oder ob noch mit weiteren Kursverlusten zu rechnen ist. Die Märkte sind unruhig, mal 2% runter an einem Tag, mal 1,5% rauf am nächsten. Die Experten der Banken schwanken zwischen der Empfehlung, für mittel- bis langfristige Engagements jetzt einzusteigen oder noch bis nach dem Sommer abzuwarten. Wer risikobewusst ist und einsteigen möchte, sollte das auf jeden Fall in mehreren über das Jahr verteilten Beträgen schrittweise tun.

Fondssparplan stoppen?

Frank Bock, Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Investment-Gesellschaften, empfiehlt langfristig orientierten Fondssparern derzeit, ihre Sparpläne weiterzuführen. Der Grund dafür ist der so genannte Cost-Average Effekt: „Wenn Anleger monatlich feste Beträge in Investmentfonds anlegen, bekommen sie in Zeiten sinkender Kurse mehr Anteile für ihre feste Rate.“ Damit vergünstigt sich bei fallenden Kursen automatisch der Einstiegskurs, wenn weiter gekauft wird. Wer gerade jetzt mit dem Sparen aufhört, bringt sich selbst genau um diesen Effekt. Zwischenzeitliche Kursverluste sind bei Fondssparplänen kein Problem. Wichtiger ist es, wie die Kurse zum Ende der Laufzeit stehen. Bei niedrigen Kursen lohnt es dann meist, die Laufzeit zu verlängern, bis die Kurse besser stehen, weil das die Gesamtrendite deutlich verbessern kann.

Was ist mit Riester Fondssparplänen?

Für Riester Fondssparpläne gilt im Prinzip das gleiche wie zuvor gesagt, mit einer Ergänzung: Die Riester Verträge enthalten normalerweise eine Kapitalgarantie. Das bedeutet, dass zum Ende der Laufzeit immer 100% der Einzahlungen und Zulagen ausgezahlt werden müssen. Dies gilt allerdings nicht bei vorzeitiger Kündigung. Ein Grund mehr, Riester-Verträge auf jeden Fall laufen zu lassen.

Und was gibt es für krisenfeste Anlageformen?

Rendite und Risiko verhalten sich typischerweise umgekehrt proportional. Demnach sind jetzt genau die renditeärmeren Produkte gefragt, beispielsweise Festgeld oder Tagesgeld: Die Zinsen für diese Anlagen stehen im Voraus fest und können jeweils erst zum Ende eines vereinbarten Anlagezeitraums angepasst werden. Aktuell sind derzeit bis zu 5% zu holen. Wichtig ist jedoch, dass die Bank, bei der man sein Geld anlegt, dem Einlagensicherungsfonds des deutschen Bankgewerbes angehört – dann ist das angelegte Geld auch bei einer Pleite der Bank geschützt.
Für die Sicherheit von Bundesschatzbriefen und anderen Bundeswertpapieren garantiert der deutsche Staat, aber diese Sicherheit wird mit entsprechend niedrigen Renditen von derzeit 3% bis 3,5% erkauft.
Eine weitere Alternative sind Anleihen von Banken oder Unternehmen.

Wie sicher sind Rentenfonds?

Rentenfonds investieren in verschiedene der oben genannten festverzinslichen Anlageformen und diversifizieren damit das Risiko, allerdings berechnen Fondsgesellschaften auch Verwaltungsgebühren. Der Verlust des eingesetzten Kapitals ist bei Rentenfonds sehr unwahrscheinlich, solange der Fonds auf Qualitätsanleihen mit guten Ratings setzt. In Zeiten sinkender Zinsen – wie jetzt gerade – profitieren Rentenfonds, denn sinkende Zinsen bedeuten steigende Kurse für Anleihen, die bereits am Markt sind, weil sie für Anleger attraktiver werden als neue, niedriger verzinste Papiere. Damit sind Rentenfonds eine gute Möglichkeit, das Anlageportfolio zu diversifizieren.

Sind Kapitallebensversicherungen sicher?

Die Kapitallebensversicherung gilt als der Inbegriff von Sicherheit, stellt aber leider keine wirklich gute Kapitalanlageform dar. Die Rendite beruht zum großen Teil auf der Überschussbeteiligung des Versicherers, deren Höhe jedes Jahr neu aufgrund der erzielten Renditen aus dem Anlagegeschick der Versicherungsgesellschaft bestimmt wird. Die beim Abschluss genannten Ablaufbeträge sind im Normalfall reine Schätzungen – die zumindest bei meinen Verträgen Jahr für Jahr nach unten korrigiert wurden. Denn die durchschnittliche Gesamtverzinsung ist in den letzten Jahren von 7% auf um die 4% gesunken, der Garantiezins liegt inzwischen sogar meist unter 3%. Nach den jüngsten Zinssenkungen in den USA muss damit gerechnet werden, dass die Lebensversicherer noch geringere Renditen einfahren – die dann entsprechend auf die Verträge durchschlagen. Ein gesetzlicher Sicherungsfonds sorgt allerdings dafür, dass selbst bei der Pleite einer Lebensversicherungsgesellschaft die Leistungen aus dem Vertrag gesichert sind.

Mit Garantiezertifikaten auf der sicheren Seite?

Im Prinzip können Anleger mit Garantiezertifikaten an der positiven Entwicklung auf dem Aktienmarkt teilnehmen ohne das Risiko eines Kapitalverlusts einzugehen. Das klingt, als bekomme man da das beste aus beiden Welten. In der Praxis jedoch wird die Risikominimierung mit einer Renditeminimierung bezahlt. FINANZtest hat kürzlich einige Garantiezertifikate getestet – mit ernüchterndem Ergebnis: „Nur ein Produkt bietet Anlegern faire Gewinnchancen.“

Jetzt noch in Gold einsteigen?

Gold gilt als die Krisenwährung schlechthin. Daher hat sich im vergangenen halben Jahr das Interesse der Anleger darauf konzentriert, der Goldpreis ist um über 50 Prozent gestiegen und hat inzwischen die 1000 Dollar Marke überschritten. Denn Gold ist ein solider Sachwert und damit inflationssicher. Vermögensberater empfehlen, etwa 10 Prozent des Vermögens in Gold zu investieren, als sicherheitsorientierte Beimischung zum Portfolio. Hohe Renditen sind aufgrund des bereits sehr hohen Niveaus dagegen jetzt nicht mehr zu erwarten, eher muss mit einem leichten Sinken des Preises gerechnet werden. Eventuell sind andere Rohstoffe vorzuziehen, am besten in Form von ausgewogenen Rohstoff-Indexfonds, den hier sorgt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage weiterhin für steigende Preise, und die Inflation wirkt sich sogar positiv auf die Rendite aus.

Und Betongold, sprich Immobilien?

Aufgrund der niedrigen Zinsen kann sich die Investition in Immobilien durchaus lohnen. Es ist eher nicht zu erwarten, dass die Immobilienkrise in den USA auf den deutschen Markt durchschlägt, da in Deutschland der Immobilienmarkt wesentlich weniger spekulativ ist und Kredite deutlich strikter vergeben wurden und werden als in den USA. Die Immobilie zur Selbstnutzung wird damit voraussichtlich wertstabil bleiben. Für Immobilien als reine Geldanlage gilt dagegen noch mehr als immer schon die Binsenweisheit von den drei wichtigsten Kriterien beim Immobilienkauf: Lage, Lage, und Lage. Interessant mit potentieller Wertsteigerung sind höchstens Immobilien in guter Lage in Ballungsräumen. In wirtschaftsschwachen oder ländlichen Regionen ist damit kein Geschäft zu machen.

Wie setzt man Verluste von der Steuer ab?

Spekulationsverluste können mit Spekulationsgewinnen verrechnet werden – aber nicht mit Zinsgewinnen oder anderen Einkommensarten. Das Finanzamt betrachtet zudem Kursverluste nur dann als verrechenbare Spekulationsverluste, wenn diese innerhalb der „Spekulationsfrist“ von 12 Monaten nach dem Kauf durch Verkauf auch wirklich realisiert wurden. Die Daten sind in der Anlage SO der Einkommensteuererklärung anzugeben, wenn sie nicht direkt bei der Bank verrechnet wurden, sofern sie in einem einzelnen Depot angefallen sind.

Fazit

Auch in der Krise gibt es viele Optionen, und nach wie vor ist eine Strategie am wichtigsten: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“, also diversifizieren. Langfristig fährt derjenige am besten, der ein ausgewogenes Portfolio besitzt mit einer Mischung aus sicheren, aber niedrig verzinsten Anlagen, deutschen, internationalen und Schwellenländer-Fonds, Rohstoffen und Immobilien. Wessen Vermögen für diese Art der Diversifikation (noch) nicht ausreicht, der sollte nach dem Aufbau einer Liquiditätsreserve zunächst mit möglichst breit investierenden Aktienfonds einsteigen. Aktien-Einzeltitel sind für den Beginn des Vermögensaufbaus denkbar ungeeignet, selbst wen es sich um vermeintlich „todsichere Tipps“ handelt – denn das Risiko, alles auf ein einzelnes Unternehmen zu setzen, ist ungleich höher, als sein Geld auf mehrere Unternehmen oder eine ganze Region zu setzen, indem man Aktienfonds kauft.

Richtig Sparen – 10 Tipps zum Vermögensaufbau

Bei der Verbraucherzentrale Hamburg finden sich 10 wertvolle Tipps zum vernünftigen Vermögensaufbau, die ich sofort unterschreiben würde, daher hier die Liste:

1 Kein Sparen auf Kredit!
Wer mit seinem Dispo regelmäßig im Minus ist, sollte unbedingt zuerst sein Konto ausgleichen, bevor mit dem Sparen begonnen wird – denn die Zinsen für den Kredit sind immer höher als die Rendite für einen Sparvertrag. Wenn der Sparvertrag 3 oder 4% Zinsen bringt und der Dispo im Schnitt 10 bis 12% Zinsen kostet, geht bares Geld verloren.

2 Das richtige „Timing“
Der Anlagehorizont der Sparform sollte passend zur Lebensplanung gewählt werden. Für geplante Anschaffungen oder Investitionen, Selbständigkeit, Immobilienkauf, oder Heirat und Kinderwunsch muss das eigene Geld zum passenden Zeitpunkt „flüssig“ sein. Bei zu langfristiger Anlage ist oft nur mit Verlust oder gar nicht vor Fälligkeit ans eigene Geld zu kommen. Selbst wenn die Investition als Altersvorsorge gedacht ist, ist die Anlage in Etappen und entsprechende Wiederanlage nach Fälligkeit sinnvoll.

3 Sparen und Steuern
Auch wenn die ab 2009 geplante Abgeltungssteuer gerade in aller Munde ist: Für die meisten von uns sollte das die geringste Sorge sein, denn bei Anlagebeträgen bis etwa 20.000 Euro (40.000 für Verheiratete) bleibt man mit festverzinslichen Anlageformen normalerweise unter dem Freibetrag von 801 Euro (Verheiratete 1.602 Euro). Und auch darüber hinaus sollten eher Faktoren wie Gesamtrendite und Sicherheit der Anlage den Ausschlag für eine Geldanlage geben.

4 Rendite kontra Sicherheit
Wie im Beitrag zur Anlagestrategie schon erwähnt, verhalten sich Rendite und Risiko proportional zueinander. Und auch wenn die Zinsen auf Tagesgeld, Sparbuch, Festgeld, Sparbrief oder Bundesschatzbriefe mit um die 4 bis 5% recht niedrig erscheinen, so sind sie doch praktisch risikofrei. Investierter Betrag und Zinsen sind normalerweise 100% sicher. Dafür gibt es vom Anbieter eben auch entsprechend weniger Zinsen. Investmentfonds und Aktien bieten zwar eine höhere Renditechance, aber eben auch ein höheres Risiko von Schwankungen oder gar Verlust.

5 Sparen und Kosten
Depotgebühren für das Aktiendepot, Ausgabeaufschlag beim Kauf von Fonds, Kontoführung – all diese Kosten wirken sich schmälernd auf die Rendite der Geldanlage aus. Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollte man also einen genauen Blick auf die Gebührentabelle werfen.

6 Sparen für die Immobilie
Die genannten festverzinslichen Anlageformen eignen sich bestens, um Kapital bis zum geplanten Kauf einer Immobilie „zwischenzuparken“, damit im passenden Moment der Kreditaufnahme das Kapital flüssig ist.

7 Sparen und Ethik
Einige Banken, die für Sparer „gute“ Konditionen bieten, haben bei den Verbraucherzentralen in der umgekehrten Rolle als Kreditgeber einen sehr schlechten Ruf (z.B. Citibank). Sie können Sparkunden nur deswegen gute Zinsen bieten, weil sie von den Kreditkunden ebenfalls sehr hohe Zinsen verlangen. Auch bei Fonds lege ich Wert darauf, dass die investierten Unternehmen nicht auf unethische Art, beispielsweise durch Kinderarbeit, ihre Gewinne erwirtschaften. Seit einiger Zeit gibt es spezielle „Ethik-Fonds“, die auf nachhaltiges Investment oder Umwelt- und Klimaschutz achten. Und das muss keineswegs die Rendite schmälern.

8 „Festverzinste“ kontra Versicherungen
Festverzinsliche Anlageformen wie Festgeld, Sparbriefe oder Bundesschatzbriefe eignen sich für die Altersvorsorge deutlich besser als die so beliebten Lebens- und privaten Rentenversicherungen. Denn bei letzteren ist die Anlage sehr unflexibel und auf Jahrzehnte fest gelegt mit hohem Verlust bei vorzeitiger Beendigung sowie mageren Renditen von nur 2% bis maximal 4% und hohen Verwaltungsgebühren, die die Rendite nochmals drücken.

9 Vorsicht vor Traumrenditen!
Auch wenn ich mich wiederhole: Rendite und Risiko verhalten sich grundsätzlich proportional. Bei „Traumrenditen“ und „Steuersparmodellen“ werde ich misstrauisch – Viele Menschen haben sich von der Gier den Verstand vernebeln lassen und auf die Art viel Geld nicht gewonnen sondern verspielt, z.B. mit faulen Ostimmobilien oder Medienfonds.

10 Die Verbraucherzentrale empfiehlt folgendes Sparkonzept im Miniformat
Die einzelnen Schritte bauen dabei aufeinander auf:

  • Dispo in die schwarzen Zahlen bringen.
  • Liquiditätsreserve von ein bis zwei Monatsgehältern verfügbar auf einem Tagesgeldkonto.
  • Eine mittelfristige Anlage (etwa 2 – 6 Jahre) als Festgeld, in Sparbriefen oder Bundesschatzbriefen etwa in der Höhe, wie der nächste PKW kosten soll.
  • Erst für Beträge darüber hinaus eignet sich ein Investment an der Börse oder in Immobilien.

Je nach persönlichen Umständen, Zielen und Plänen können Abweichungen vom Plan natürlich möglich und sinnvoll sein. Generell kann der Aktienanteil am persönlichen Vermögen je höher sein, desto weiter der Zeitpunkt der Rente noch entfernt ist, also dem Zeitpunkt, ab dem man von seinem Kapital leben möchte. Die Faustformel hierfür lautet „100 minus Lebensalter“. Ein 30-Jähriger könnte also durchaus 70% seines Vermögens an der Börse anlegen, da er noch viel Zeit hat, eventuelle Schwankungen auszusitzen. Gemeint ist dabei allerdings nur Kapital, dass nicht in Bälde für eine Investition oder für andere Zwecke zur Verfügung stehen soll.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt zudem, bei „Riester-Verträgen“ nicht auf private Rentenversicherungen zu setzen, sondern wegen der höheren Rendite Bank- und Fondssparpläne zu bevorzugen.

Wer allerdings größeren Wert auf Sicherheit als auf Rendite legt, kann auch eine klassische Riester-Rente wählen, beispielsweise den „RiesterMeister“ beim aktuellen Testsieger Hansemerkur 24.

Anlagestrategie: diesmal Glück gehabt

Der Januar ist dieses Jahr ein komplett verrückter Börsenmonat, und ich hatte mal wieder ein spezielles Erlebnis mit meiner Anlagestrategie. Aber der Reihe nach…

Ein allgemein bekanntes Geheimnis für die erfolgreiche Geldanlage ist es, sein Kapital je nach Anlagehorizont in unterschiedliche Anlageformen zu streuen. Der Hintergrund dabei: Je höher die Rendite einer Geldanlage, desto höher ist typischerweise auch das Risiko, wodurch sich der Anlagehorizont verlängert – also die Dauer, für die das Geld angelegt wird.

Das von mir immer wieder gern genannte Tagesgeld ist im Prinzip risikofrei, wenn man mit einem seriösen Institut mit voller Einlagensicherung arbeitet, ist täglich verfügbar, bietet aber eben mit um die 4% eine relativ niedrige Rendite. Daher eignet es sich bestens zur Anlage einer Liquiditätsreserve, aus der man sich für unvorhergesehene Ausgaben oder den geplanten Urlaub bedienen kann.

Festgeld ist ebenfalls praktisch risikofrei, wird aber für einen festen (mittellangen) Zeitraum von einigen Monaten bis einigen Jahren fest angelegt und bietet dadurch etwas höhere Zinsen zwischen 4% und 5%.

Höhere Renditen erzielt man mit Investmentfonds, deren Wert und damit die Rendite aber Schwankungen unterworfen sein kann. Daher kann es passieren, dass man nur eine unterdurchschnittliche Rendite realisiert, wenn man das investierte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt, anstatt eine solche negative Schwankung einfach auszusitzen. Aus diesem Grund sollte man in Fonds und Aktien nur Kapital investieren, dass sicher für den geplanten Anlagezeitraum – und notfalls darüber hinaus – zur Verfügung steht.

Für einen mittelfristigen Anlagehorizont mit 3 bis 5 Jahren eigenen sich Rentenfonds, die eine vergleichsweise geringe Volatilität (Schwankungsbreite) aufweisen und im Durchschnitt zwischen 6% und 9% pro Jahr erzielen.

So genannte Mischfonds, die sowohl in Rentenpapiere als auch in Aktien investieren, sind schon risikoreicher, können dafür langfristig aber Renditen um 10% bis 12% p.a. erreichen. Der Anlagezeitraum sollte allerdings zwischen 5 und 10 Jahren liegen, denn hier sind schonmal Durststrecken an der Börse zu verkraften.

Top-Aktienfonds erreichen Renditen von 15% und deutlich mehr pro Jahr – wenn man den richtigen Zeitraum erwischt. Aus diesem Grund sollte das in Aktienfonds investierte Kapital für einen Anlagehorizont von 10 Jahren und mehr zur Verfügung stehen – über diesen Zeitraum ist eine solche Durchschnittsrendite in der Vergangenheit möglich gewesen, sogar wenn kurz vor einem Crash investiert wurde.

Aktien-Einzeltitel besitzen ein sehr hohes Risiko, und eignen sich für Kleinanleger kaum, weil mit wenig Kapital kaum eine Risikostreuung erreicht werden kann. Mit nur 5.000 Euro Kapital ist es eben schwierig, in unterschiedliche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu investieren. Wenn aber die zwei oder drei Aktien im Depot plötzlich schwächeln, kann unter Umständen das gesamte Kapital verloren gehen. Daher kommt die Investition in einzelne Aktien im Grunde erst in Frage, wenn ausreichend Kapital in sichereren Anlageformen gestreut ist.

So gut informiert war ich vor 10 Jahren allerdings nicht, als die erste Aktienhysterie in Deutschland losging und ich wie alle Welt in die „Volksaktie“ der Telekom investierte, zusammen mit einigen anderen „todsicheren“ Werten wie „das Werk“. Das Problem: Ich hatte keine Liquiditätsreserve und auch kein Kapital in weniger volatilen Anlageformen verfügbar. Als ich dann plötzlich Geld brauchte, musste ich wohl oder übel meine paar Aktien verkaufen und konnte eine Erholung der Kurse leider nicht abwarten. Ergebnis: Einige tausend Euro realisierter Verlust.

Inzwischen klüger geworden, verteile ich meine Sparraten auf Tagesgeld für die Reserve, auf die ich immer zugreifen kann und unterschiedlich risikoreiche Fonds, für die ich einen Anlagehorizont von mindestens 5 Jahren geplant hatte. Aber auch diesmal musste ich vorzeitig an das in Fonds investierte Geld. Eigentlich wollte ich trotzdem noch mindestens den vermeintlich „traditionell starken Januar“ abwarten und noch einige Gewinne mitnehmen. Als dann aber die ersten Anzeichen durch die Presse gingen, dass die Zeit der rasanten Kurssteigerungen fürs erste vorbei sein würde, habe ich Anfang Januar sicherheitshalber verkauft. Ergebnis: diesmal Glück gehabt. Hätte ich wie geplant die Fonds behalten, hätte ich durch den Januar-Crash wieder eine Menge Geld verloren. Wer weiß, bis wann die Kurse sich wieder auf den Stand vom letzten Oktober erholen.

Fazit: Auch gute Anlagestrategien muss man manchmal hinter sich lassen…

Richtig sparen – Finanzielle Sicherheit erreichen

Was machst Du, wenn morgen Dein Auto einen Motorschaden hat, Deine Waschmaschine kaputt geht, oder Du einige Monate „zwischen zwei Jobs“, also ohne Arbeit bist? Bringt Dich der Gedanke komplett in Panik, oder hast Du finanzielle Reserven, um solche unvorhergesehenen Ausgaben abzufedern?

Du meinst, dafür sei doch der Dispositionskredit Deines Girokontos da? Dann kann ich Dir nur raten, mal genau nachzurechnen, wie viel Dein Dispo Dich wirklich kostet. Beispiel gefällig? Typischerweise werden dafür pro Jahr (!) zwischen 10% und 15% Zinsen fällig. Angenommen, Dein Konto ist im Schnitt mit 4.000 Euro in den Miesen, dann zahlst Du bei angenommenen 13% Zinssatz jedes Jahr 520 Euro nur an Zinsen. Schade um Dein Geld!

Finanzielle Sicherheit ist der erste Schritt

Daher ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit, ein gewisses Polster als eiserne Reserve aufzubauen – also finanzielle Sicherheit zu haben. Dieses Geld sollte gut verzinst angelegt sein aber trotzdem leicht verfügbar – Du musst im Notfall sofort darauf zugreifen können. Der beste Weg, das zu erreichen, ist die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto. Denn auf Deinem Girokonto bekommst Du meistens gar keine Zinsen für Deinen Notgroschen, während höher verzinste Anlageformen wie Festgeld oder Investmentfonds nicht so schnell flüssig zu machen sind. Ein gutes Tagesgeldkonto dagegen bietet derzeit bis zu 5% Zinsen und erlaubt Dir, jederzeit den benötigten Betrag abzuheben.

Je nach Lebenssituation und persönlichem Sicherheitsbedürfnis sollte Dein Ziel sein, zwischen 2 und 6 Netto-Monatsgehältern „auf der hohen Kante“ zu haben. Das ist natürlich nicht von heute auf morgen zu erreichen, vielleicht erscheint es Dir im Moment sogar gänzlich unerreichbar.

Es sind keine großen Beträge nötig

Aber das stimmt nicht. Die Wahrheit ist: Du musst nur endlich anfangen zu Sparen. Auch kleine Beträge werden durch regelmäßiges Sparen im Laufe der Zeit zu stattlichen Beträgen. Dazu einige Rechenbeispiele:

Ratensparen mit 4% Zinsen p.a.
monatl. Betrag Ansparzeit Zinsen Endbetrag
50 3 Jahre 113 € 1.913 €
50 5 Jahre 320 € 3.320 €
100 3 Jahre 227 € 3.827 €
100 5 Jahre 640 € 6.640 €
200 3 Jahre 453 € 7.653 €
200 5 Jahre 1.259 € 13.259 €

50 Euro im Monat zu sparen sollte eigentlich für jeden machbar sein – und auch mit diesem kleinen Betrag sind nach 3 Jahren bereits mehr als ein Monatsgehalt gespart, nach 5 Jahren dank des Zinseszinseffektes sogar 2 Monatsgehälter. Und schau Dir an, was Du erst mit 100 oder 200 Euro monatlich erreichen kannst – vielleicht spornt Dich das an, Dein finanzielles Ziel etwas schneller anzugehen?

Und was ist nun zu tun?

Überlege Dir also, wieviel Geld Du benötigst, um Dich finanziell sicher zu fühlen, und welchen Betrag Du monatlich erübrigen kannst. Mit verschiedenen Kombinationen von Laufzeit, monatlicher Rate, Sparziel und Zinssatz kannst Du in meinem Sparrechner ausprobieren, wie schnell Du zu Deinem Ziel kommst.

Es ist wichtig, das Sparen per Dauerauftrag zu automatisieren, damit Du nicht jeden Monat wieder daran denken musst, zu überweisen oder irgendwas vermeintlich wichtigeres dazwischen kommt. Wenn Du versuchst, am Monatsende das anzulegen, was übrig bleibt, wirst Du feststellen, dass überraschenderweise nie etwas übrig ist. Wenn das Geld dagegen direkt am Monatsanfang, nachdem das Gehalt da ist, abgebucht wird, wird es Dir kaum fehlen.

Als nächstes solltest Du daher ein gut verzinstes kostenloses Tagesgeldkonto einrichten, z.B. das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 5% oder das 1822direkt-CashSkyline-Konto mit zur Zeit 5,05%, auf das Du monatlich per Dauerauftrag Deine Sparrate überweist. vergleich.de bietet den kostenlosen und unabhängigen Service, die Konditionen der unterschiedlichsten Anbieter zu vergleichen, wenn Du also noch auf der Suche nach der geeigneten Bank bist.