Eine Frage der Priorität

Keine Zeit, sich um die Verwirklichung der eigenen Ziele zu kümmern? Einfach zu wenig Geld, um davon auch noch etwas zu sparen? Das mit der Diät hat schon wieder nicht geklappt, weil etwas dazwischen kam?

Wer mich kennt, kennt auch meinen Lieblingsspruch dazu. „Alles eine Frage der Priorität.“ Und das meine ich nicht böse oder ironisch, sondern ich bin fest davon überzeugt, dass es sich genau so verhält im Leben. Wir haben fast immer die Wahl: Wie viele Leute, die „keine Zeit“ für irgendetwas haben, „entspannen“ sich regelmäßig vor dem Fernseher? Und wie viele Leute haben zwar „kein Geld“, aber einen neuen Flachbildfernseher?

Ich glaube, dass wir im Leben immer wieder vor der Wahl stehen, und dass was wir tun, nicht was wir sagen, zeigt, wo unsere Prioritäten liegen. Am Ende bestimmt jede einzelne dieser Entscheidungen unser Schicksal. Wer permanent mehr Geld ausgibt als er einnimmt, sucht sich die Pleite selbst aus. Da liegt aber auch die Chance: Genauso kann ich mir aussuchen, nicht pleite sein zu wollen und danach handeln. Alles andere sind Ausreden.

Die Dinge, für die ich mein Geld ausgebe oder mit denen ich meine Zeit verbringe sind offenbar die, die mir wirklich wichtig sind. Passen die zu meiner persönlichen Liste von Zielen und Werten? Wenn nicht, bin ich vermutlich in Schwierigkeiten…

Eine einfache Hilfe zur Priorisierung von Zielen bietet auch der Prioritizer, in dem man seine Ziele als Liste eingibt und dann jeweils zwischen zwei Optionen entscheidet, was einem wichtiger ist. Das Ergebnis ist eine gewichtete Liste der eigenen Eingaben. (Das Interface ist zwar englischsprachig, aber die Eingaben dürfen auch deutsch schein).

Aber mein Einkommen ist zu niedrig? – Wo liegt meine Priorität? Ein stressfreier Job mit viel Freizeit und geringem Verdienst? Dann muss ich eben meine Ausgaben einschränken. Oder ist meine Priorität, mir all die hübschen Extras leisten zu können? Dann muss ich mich hinsetzen und überlegen, woher das zusätzliche Geld kommen soll (Vielleicht aus einem Nebenjob?). Beide Optionen sind legitim, ich muss nur erwachsen genug sein, zu sehen, dass ich nicht beides auf einmal haben kann, sondern mich bewusst für eines entscheiden.

Aber ich bin… alleinerziehend, arbeitslos, etc., deswegen kann ich einfach nichts an der Situation ändern? – Wenn ich nichts ändern kann, wer dann? Der Staat wohl kaum. Die Tatsache, dass eine Situation schwierig ist, heißt nicht, dass es nicht doch noch ein paar kleine Stellschrauben gibt, an denen ich drehen kann.

Jeder hat seine eigene Ausrede, ich auch. Aber jeder hat auch die Wahl.

Wie man seine Ziele erreicht

Gestern habe ich mir endlich die Zeit genommen, und die „Last Lecture“ des im Juli an Krebs gestorbenen amerikanischen Wissenschaftlers Randy Pausch angesehen. Dieser Vortrag mit dem Titel „Really Achieving Your Childhood Dreams“ ist sein Vermächtnis an seine Kinder, er spricht darin über seine eigenen Träume und ihre Verwirklichung.

Es gibt auch eine deutsch untertitelte Version bei Google Video

Dabei war er „nicht so deprimiert, wie er sein sollte“ darüber, dass er nur noch wenige Monate zu leben hatte. Stattdessen konzentriert er sich darauf, das beste aus der verbleibenden Zeit zu machen: „I’ll keep having fun every day I have left“. Was seinen Vortrag insbesondere so inspirierend statt rührselig macht, ist dass er von der Verwirklichung der meisten seiner Träume in der ein oder anderen Form berichten kann. Das macht für mich ein erfülltes Leben aus: Seine Ziele zu kennen und an der Erreichung zu arbeiten. Der Rest kommt von selbst.

Also, fangen wir doch gleich mal an, her mit dem Notizblock:

  • Was wolltest Du mal werden, als Du noch klein warst? Mit anderen Worten: Hast Du Deinen Traumberuf? Oder war eher der Zufall oder die Umstände schuld? Es ist nie zu spät, hier etwas zu ändern.
  • Was wolltest Du immer schon mal tun, und bist noch nicht dazu gekommen? Einen Baum pflanzen? Die Welt umsegeln? Es wird höchste Zeit, konkret festzuhalten, wann und wie dieser Traum verwirklicht werden soll!
  • Worauf in Deinem Leben bist Du richtig stolz? Ein wirklich gelungenes Foto in der Dunkelkammer selbst vergrößert? Glückliche Kinder? Der Applaus von 500 Leuten nach einem tollen Vortrag? Der Siegtreffer beim Fußball? Jeder von uns hat schonmal das Gefühl erlebt, wenn alles einfach rund läuft. Gleichzeitig ist es ein Fingerzeig, in welche Richtung wir uns orientieren sollten.
  • Wenn Du nur noch ein Jahr zu leben hättest, wie würdest Du diese Zeit verbringen? Das hat selten mit Geld zu tun, oder? Warum nehmen wir uns nicht die Zeit, jetzt so zu leben, wie wir wollen? „Später“ könnte es zu spät sein.
  • Wenn Du nicht für Dein Geld arbeiten müsstest, wie würdest Du Deine Zeit verbringen? Wovor haben wir Angst?
  • Welche Werte sind Dir wichtig? Das sollte nach der Beantwortung der obigen Fragen einfach sein: Familie? Beruf? Abenteuer? Freiheit? Anerkennung? Gesundheit? Bildung? Mach eine Liste von den fünf Dingen, auf die es für Dich wirklich ankommt.

Die Antworten auf diese Fragen halte ich schriftlich fest, und ich bekomme ein ganz gutes Bild über mich selbst und die Dinge, die mir im Leben wichtig sind. Bei jeder größeren Entscheidung im Leben kann ich mich fragen, inwiefern ich meinen Zielen näher komme. Und natürlich macht mich das bereit, die „glücklichen Zufälle“ zu erkennen und zu nutzen, die einem so im Leben begegnen. Denn „Glück“ ist das Zusammentreffen von guter Vorbereitung und der passenden Gelegenheit.

Ich sehe ein, dass man das Beantworten dieser Fragen auch deprimierend finden kann – wenn man sich weit entfernt hat von den eigenen Wünschen und Zielen, und wenn sie unerreichbar scheinen, weil so viel anderes im Weg rumsteht. Dabei sind Hindernisse nur dazu da, zu beweisen, wie sehr ich etwas wirklich will. Und wenn ich weiß, was mir wichtig ist, kenne ich die Richtung, in die ich gehen kann, Schritt für Schritt.

Das können auch sehr kleine Schritte sein. Die Liste mit den 5 Werten gibt einen ersten Anhaltspunkt. Zu jedem der grundlegenden Werte überlege ich mir ein langfristiges Ziel (in 25 Jahren) und ein kurzfristiges Ziel (nächstes Jahr). Beispielsweise habe ich zu meinem Wert „Kreativität“ das langfristige Ziel, einmal ein Fotobuch bei einem angesehenen Verlag zu veröffentlichen. Kurzfristig möchte ich ein Fotoprojekt von A-Z planen und durchziehen. Als nächstes mache ich einen Plan, wie ich das erreichen möchte: Für das kurzfristige Ziel überlege ich, was ich in den nächsten 3 Tagen (Kamerasensor reinigen), nächste Woche (Projektidee entwickeln), jede Woche (1 Stunde am Projekt arbeiten), nächsten Monat (Projektidee prüfen und anpassen) und jeden Monat (Bildauswahl zusammenstellen und im Internet veröffentlichen) tun will. Für das langfristige Ziel vergleichbar: nächste Woche, nächsten Monat, jeden Monat, nächstes Jahr und jedes Jahr.

Das Aufdröseln in solche kleinen Schritte macht mein Ziel viel greifbarer, auf einmal sehe ich viel deutlicher vor mir, was ich tun kann und wie. Ich empfinde es als sehr befriedigendes Gefühl, an etwas zu arbeiten, das mir wirklich etwas bedeutet.

Richtig Sparen – 10 Tipps zum Vermögensaufbau

Bei der Verbraucherzentrale Hamburg finden sich 10 wertvolle Tipps zum vernünftigen Vermögensaufbau, die ich sofort unterschreiben würde, daher hier die Liste:

1 Kein Sparen auf Kredit!
Wer mit seinem Dispo regelmäßig im Minus ist, sollte unbedingt zuerst sein Konto ausgleichen, bevor mit dem Sparen begonnen wird – denn die Zinsen für den Kredit sind immer höher als die Rendite für einen Sparvertrag. Wenn der Sparvertrag 3 oder 4% Zinsen bringt und der Dispo im Schnitt 10 bis 12% Zinsen kostet, geht bares Geld verloren.

2 Das richtige „Timing“
Der Anlagehorizont der Sparform sollte passend zur Lebensplanung gewählt werden. Für geplante Anschaffungen oder Investitionen, Selbständigkeit, Immobilienkauf, oder Heirat und Kinderwunsch muss das eigene Geld zum passenden Zeitpunkt „flüssig“ sein. Bei zu langfristiger Anlage ist oft nur mit Verlust oder gar nicht vor Fälligkeit ans eigene Geld zu kommen. Selbst wenn die Investition als Altersvorsorge gedacht ist, ist die Anlage in Etappen und entsprechende Wiederanlage nach Fälligkeit sinnvoll.

3 Sparen und Steuern
Auch wenn die ab 2009 geplante Abgeltungssteuer gerade in aller Munde ist: Für die meisten von uns sollte das die geringste Sorge sein, denn bei Anlagebeträgen bis etwa 20.000 Euro (40.000 für Verheiratete) bleibt man mit festverzinslichen Anlageformen normalerweise unter dem Freibetrag von 801 Euro (Verheiratete 1.602 Euro). Und auch darüber hinaus sollten eher Faktoren wie Gesamtrendite und Sicherheit der Anlage den Ausschlag für eine Geldanlage geben.

4 Rendite kontra Sicherheit
Wie im Beitrag zur Anlagestrategie schon erwähnt, verhalten sich Rendite und Risiko proportional zueinander. Und auch wenn die Zinsen auf Tagesgeld, Sparbuch, Festgeld, Sparbrief oder Bundesschatzbriefe mit um die 4 bis 5% recht niedrig erscheinen, so sind sie doch praktisch risikofrei. Investierter Betrag und Zinsen sind normalerweise 100% sicher. Dafür gibt es vom Anbieter eben auch entsprechend weniger Zinsen. Investmentfonds und Aktien bieten zwar eine höhere Renditechance, aber eben auch ein höheres Risiko von Schwankungen oder gar Verlust.

5 Sparen und Kosten
Depotgebühren für das Aktiendepot, Ausgabeaufschlag beim Kauf von Fonds, Kontoführung – all diese Kosten wirken sich schmälernd auf die Rendite der Geldanlage aus. Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollte man also einen genauen Blick auf die Gebührentabelle werfen.

6 Sparen für die Immobilie
Die genannten festverzinslichen Anlageformen eignen sich bestens, um Kapital bis zum geplanten Kauf einer Immobilie „zwischenzuparken“, damit im passenden Moment der Kreditaufnahme das Kapital flüssig ist.

7 Sparen und Ethik
Einige Banken, die für Sparer „gute“ Konditionen bieten, haben bei den Verbraucherzentralen in der umgekehrten Rolle als Kreditgeber einen sehr schlechten Ruf (z.B. Citibank). Sie können Sparkunden nur deswegen gute Zinsen bieten, weil sie von den Kreditkunden ebenfalls sehr hohe Zinsen verlangen. Auch bei Fonds lege ich Wert darauf, dass die investierten Unternehmen nicht auf unethische Art, beispielsweise durch Kinderarbeit, ihre Gewinne erwirtschaften. Seit einiger Zeit gibt es spezielle „Ethik-Fonds“, die auf nachhaltiges Investment oder Umwelt- und Klimaschutz achten. Und das muss keineswegs die Rendite schmälern.

8 „Festverzinste“ kontra Versicherungen
Festverzinsliche Anlageformen wie Festgeld, Sparbriefe oder Bundesschatzbriefe eignen sich für die Altersvorsorge deutlich besser als die so beliebten Lebens- und privaten Rentenversicherungen. Denn bei letzteren ist die Anlage sehr unflexibel und auf Jahrzehnte fest gelegt mit hohem Verlust bei vorzeitiger Beendigung sowie mageren Renditen von nur 2% bis maximal 4% und hohen Verwaltungsgebühren, die die Rendite nochmals drücken.

9 Vorsicht vor Traumrenditen!
Auch wenn ich mich wiederhole: Rendite und Risiko verhalten sich grundsätzlich proportional. Bei „Traumrenditen“ und „Steuersparmodellen“ werde ich misstrauisch – Viele Menschen haben sich von der Gier den Verstand vernebeln lassen und auf die Art viel Geld nicht gewonnen sondern verspielt, z.B. mit faulen Ostimmobilien oder Medienfonds.

10 Die Verbraucherzentrale empfiehlt folgendes Sparkonzept im Miniformat
Die einzelnen Schritte bauen dabei aufeinander auf:

  • Dispo in die schwarzen Zahlen bringen.
  • Liquiditätsreserve von ein bis zwei Monatsgehältern verfügbar auf einem Tagesgeldkonto.
  • Eine mittelfristige Anlage (etwa 2 – 6 Jahre) als Festgeld, in Sparbriefen oder Bundesschatzbriefen etwa in der Höhe, wie der nächste PKW kosten soll.
  • Erst für Beträge darüber hinaus eignet sich ein Investment an der Börse oder in Immobilien.

Je nach persönlichen Umständen, Zielen und Plänen können Abweichungen vom Plan natürlich möglich und sinnvoll sein. Generell kann der Aktienanteil am persönlichen Vermögen je höher sein, desto weiter der Zeitpunkt der Rente noch entfernt ist, also dem Zeitpunkt, ab dem man von seinem Kapital leben möchte. Die Faustformel hierfür lautet „100 minus Lebensalter“. Ein 30-Jähriger könnte also durchaus 70% seines Vermögens an der Börse anlegen, da er noch viel Zeit hat, eventuelle Schwankungen auszusitzen. Gemeint ist dabei allerdings nur Kapital, dass nicht in Bälde für eine Investition oder für andere Zwecke zur Verfügung stehen soll.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt zudem, bei „Riester-Verträgen“ nicht auf private Rentenversicherungen zu setzen, sondern wegen der höheren Rendite Bank- und Fondssparpläne zu bevorzugen.

Wer allerdings größeren Wert auf Sicherheit als auf Rendite legt, kann auch eine klassische Riester-Rente wählen, beispielsweise den „RiesterMeister“ beim aktuellen Testsieger Hansemerkur 24.

Wie man seine finanzielle Situation von einem Tag auf den anderen verbessert

Heute habe ich auf The Simple Dollar einen Tipp gefunden, wie man seine finanzielle Situation von heute auf morgen verbessern kann. Und das beste ist, dass dieser Trick nicht nur einmal sondern immer wieder funktioniert. Dabei ist es unglaublich einfach und naheliegend, aber die wenigsten kommen darauf, wieviel das bringt.

Das faszinierende ist:

(Fast) Jeder kann es anwenden. Es funktioniert für mich in München genau wie für Trent in Iowa, für Jugendliche genau wie für Erwachsene.

Es führt auf jeden Fall zu mehr Geld im Portemonnaie. Wer diesen Trick anwendet, wird auf jeden Fall mehr Geld besitzen, als wenn er es nicht getan hätte. Und weil es so einfach ist, fühlt es sich an wie Zauberei.

Es ist weder illegal noch grenzwertig. Es geht nicht um Geld, das einem nicht wirklich gehört. Niemand wird schief gucken, im Gegenteil.

Es fühlt sich gut an. Abends beim Schlafengehen hat man das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Und was soll das wohl sein? Der tolle Trick, mit dem jeder seine Finanzen verbessern kann?

Bereit?

Gib heute kein Geld aus.

Verbring einfach mal einen Tag, ganz ohne Geld auszugeben. Keinen Kaffee oder Butterbrezen auf dem Weg zur Arbeit. Kein Sushi aus der Supermarkt-Theke. Nicht schnell das neue Album der Lieblingsband und auch keine Songs bei iTunes kaufen. Erst recht keine Klamotten. Komm einen ganzen Tag ohne Geld aus.

Morgen kann es ja wieder weiter gehen wie normal, aber jeder Tag, den man auf diese Art nutzt, macht sich in Zukunft bezahlt. Mit dem gesparten Geld kann man Schulden abzahlen, das Notfallkonto aufstocken, einen Fondssparplan anlegen (wenn die Börse ihre Talfahrt wieder beendet hat).

Und es ist so einfach, dass wir es gleich morgen probieren können. Wer macht mit?

12 einfache Spartipps – oder Kleinvieh macht auch Mist

Diese 12 ganz einfachen Anregungen können eine Menge Geld sparen helfen, mit dem sich zum Beispiel das Notfallkonto aufstocken lässt.

1. Wechsel zu einer Bank mit kostenlosem Girokonto. Wenn Du bei Deiner aktuellen Bank noch Kontoführungsgebühren zahlst, kannst Du auf die Art leicht 50 bis 100 Euro im Jahr sparen. Ich selbst bin vor einem Jahr zur Postbank gewechselt, dort ist das Girokonto ab 1250 € monatlichem Geldeingang kostenlos. Das comdirect Girokonto ist ebenfalls kostenlos ab 1250 €. Es gibt auch noch einige andere Anbieter, hier ein Vergleich.

2. Geld vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto übertragen. Das Sparbuch bringt nur magere 0,5% bis 1% Zinsen während ein Tagesgeldkonto derzeit 3,8% oder 4% Zinsen abwirft, beispielsweise das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 3,8% oder das 1822direkt-TopCash-Konto. Wenn Du 1000 Euro vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto überträgst, bekommst Du statt 5 Euro (0,5% Zinsen) dafür in Zukunft 40 Euro (bei 4%).

3. Einen Milchkaffee weniger pro Woche kaufen. Wenn Du wie ich süchtig nach Milchkaffee bist und regelmäßig bei Starbucks vorbeischaust, angenommen dreimal die Woche – dann reduzier das einfach auf zweimal. Macht 10 Euro im Monat oder 120 Euro im Jahr.

4. Den Dispo zurückzahlen. Ein Dispositionskredit kostet aktuell im Schnitt 13% Zinsen. Das sind bei 2000 Euro jedes Jahr 560 Euro Zinsen. Entweder Du bist diszipliniert und schaffst es, Deine laufenden Ausgaben so einzuschränken, das jeden Monat ein Betrag übrig bleibt, um den Dispo zu verringern. Oder Du nimmst einen klassischen Ratenkredit auf, die es derzeit zu 5% bis 6% Zinsen gibt. Dabei sparst Du immerhin noch die Hälfte der Zinsen.

5. Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Energiesparlampen brauchen 80% weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und halten 8-mal länger. Bei gleicher Helligkeit und einer durchschnittlichen Lebensdauer von achttausend Stunden spart man so etwa 73 Euro pro Lampe. Ein normaler Haushalt kann so immerhin 50 Euro pro Jahr sparen.

6. Für ausreichenden Druck der Autoreifen sorgen. Bereits ein halbes Bar zu wenig Druck in den Reifen erhöht den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent. Wenn Du normalerweise 7 Liter brauchst und im Jahr 15.000 km fährst, sparst Du über 50 Liter Sprit im Jahr – bei Spritpreisen um 1,40 die Kleinigkeit von 73 € im Jahr.

7. DVDs in der Stadtbücherei ausleihen. Wenn Du einmal im Monat statt ins Kino zu gehen einen Klassiker in der Stadtbücherei leihst, sparst Du leicht 10 € im Monat – oder 120 € im Jahr.

8. Ein Buch lesen. Ich habe zuhause noch eine Menge ungelesene Bücher. Und natürlich hat die Bücherei eine hervorragende Auswahl. Wenn Du einmal im Monat statt für 20 € auszugehen oder ein neues Buch zu kaufen zuhause ein vorhandenes Buch oder eins aus der Bücherei liest, sind das 240 € im Jahr.

9. Einen Softdrink am Tag durch Leitungswasser ersetzen. Wenn Du mehrere Glas Cola oder Saft am Tag trinkst, kannst Du auf die Art nicht nur Geld, sondern auch noch Kalorien sparen. Bei 0.30 € pro Glas macht das 109 € im Jahr.

10. Nur mit Einkaufszettel Einkaufen gehen. Mit Spontankäufen gebe ich pro Woche locker 10 € für unnötige Sachen oder Vorratskäufe aus, die ich dann doch nicht verbrauche. Macht über 500 € pro Jahr.

11. Ein einfaches Essen aus vorhandenen Vorräten zaubern, statt den Pizzaservice zu bestellen. Bestimmt hast Du nicht „Nichts“ im Haus, sondern findest noch eine Packung Linsen und etwas Gemüsebrühe oder einen Beutel Reis, den Du kochen und mit etwas Gemüse und Gewürzen anbraten kannst. Wenn Du das nur jeden zweiten Monat machst und jeweils 10 € sparst, sind das auch 60 € jedes Jahr.

12. Die doppelte Menge kochen und den Rest am nächsten Tag mit ins Büro nehmen. Wenn Du das zweimal im Monat machst und dadurch jeweils 5€ für ein Mittagessen sparst, hast Du nochmal 120 € im Jahr.

Das klingt alles banal, und ist sicher kein großer Verzicht, aber sollen wir mal ausrechnen, was sich auf die Art sparen lässt?

Die Einzelbeträge summieren sich auf über 2000 Euro! Sparsamkeit lohnt sich also doch. Das in nur einem Jahr gesparte Geld kann der Grundstock für die Notreserve sein oder die Anzahlung für ein Auto, oder endlich die Ablöse für den Dispo, oder oder oder.

Fazit: Kleinvieh macht auch Mist!

Richtig sparen – Finanzielle Sicherheit erreichen

Was machst Du, wenn morgen Dein Auto einen Motorschaden hat, Deine Waschmaschine kaputt geht, oder Du einige Monate „zwischen zwei Jobs“, also ohne Arbeit bist? Bringt Dich der Gedanke komplett in Panik, oder hast Du finanzielle Reserven, um solche unvorhergesehenen Ausgaben abzufedern?

Du meinst, dafür sei doch der Dispositionskredit Deines Girokontos da? Dann kann ich Dir nur raten, mal genau nachzurechnen, wie viel Dein Dispo Dich wirklich kostet. Beispiel gefällig? Typischerweise werden dafür pro Jahr (!) zwischen 10% und 15% Zinsen fällig. Angenommen, Dein Konto ist im Schnitt mit 4.000 Euro in den Miesen, dann zahlst Du bei angenommenen 13% Zinssatz jedes Jahr 520 Euro nur an Zinsen. Schade um Dein Geld!

Finanzielle Sicherheit ist der erste Schritt

Daher ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit, ein gewisses Polster als eiserne Reserve aufzubauen – also finanzielle Sicherheit zu haben. Dieses Geld sollte gut verzinst angelegt sein aber trotzdem leicht verfügbar – Du musst im Notfall sofort darauf zugreifen können. Der beste Weg, das zu erreichen, ist die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto. Denn auf Deinem Girokonto bekommst Du meistens gar keine Zinsen für Deinen Notgroschen, während höher verzinste Anlageformen wie Festgeld oder Investmentfonds nicht so schnell flüssig zu machen sind. Ein gutes Tagesgeldkonto dagegen bietet derzeit bis zu 5% Zinsen und erlaubt Dir, jederzeit den benötigten Betrag abzuheben.

Je nach Lebenssituation und persönlichem Sicherheitsbedürfnis sollte Dein Ziel sein, zwischen 2 und 6 Netto-Monatsgehältern „auf der hohen Kante“ zu haben. Das ist natürlich nicht von heute auf morgen zu erreichen, vielleicht erscheint es Dir im Moment sogar gänzlich unerreichbar.

Es sind keine großen Beträge nötig

Aber das stimmt nicht. Die Wahrheit ist: Du musst nur endlich anfangen zu Sparen. Auch kleine Beträge werden durch regelmäßiges Sparen im Laufe der Zeit zu stattlichen Beträgen. Dazu einige Rechenbeispiele:

Ratensparen mit 4% Zinsen p.a.
monatl. Betrag Ansparzeit Zinsen Endbetrag
50 3 Jahre 113 € 1.913 €
50 5 Jahre 320 € 3.320 €
100 3 Jahre 227 € 3.827 €
100 5 Jahre 640 € 6.640 €
200 3 Jahre 453 € 7.653 €
200 5 Jahre 1.259 € 13.259 €

50 Euro im Monat zu sparen sollte eigentlich für jeden machbar sein – und auch mit diesem kleinen Betrag sind nach 3 Jahren bereits mehr als ein Monatsgehalt gespart, nach 5 Jahren dank des Zinseszinseffektes sogar 2 Monatsgehälter. Und schau Dir an, was Du erst mit 100 oder 200 Euro monatlich erreichen kannst – vielleicht spornt Dich das an, Dein finanzielles Ziel etwas schneller anzugehen?

Und was ist nun zu tun?

Überlege Dir also, wieviel Geld Du benötigst, um Dich finanziell sicher zu fühlen, und welchen Betrag Du monatlich erübrigen kannst. Mit verschiedenen Kombinationen von Laufzeit, monatlicher Rate, Sparziel und Zinssatz kannst Du in meinem Sparrechner ausprobieren, wie schnell Du zu Deinem Ziel kommst.

Es ist wichtig, das Sparen per Dauerauftrag zu automatisieren, damit Du nicht jeden Monat wieder daran denken musst, zu überweisen oder irgendwas vermeintlich wichtigeres dazwischen kommt. Wenn Du versuchst, am Monatsende das anzulegen, was übrig bleibt, wirst Du feststellen, dass überraschenderweise nie etwas übrig ist. Wenn das Geld dagegen direkt am Monatsanfang, nachdem das Gehalt da ist, abgebucht wird, wird es Dir kaum fehlen.

Als nächstes solltest Du daher ein gut verzinstes kostenloses Tagesgeldkonto einrichten, z.B. das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 5% oder das 1822direkt-CashSkyline-Konto mit zur Zeit 5,05%, auf das Du monatlich per Dauerauftrag Deine Sparrate überweist. vergleich.de bietet den kostenlosen und unabhängigen Service, die Konditionen der unterschiedlichsten Anbieter zu vergleichen, wenn Du also noch auf der Suche nach der geeigneten Bank bist.