10 Wege zu schnellem Geld

Ok, ich habe nicht gesagt, 10 Wege zu VIEL Geld… Der grundsätzliche Weg, zu Geld zu kommen, ist klar – oder nicht? Arbeiten und immer weniger ausgeben als reinkommt. Aber manchmal muss schnell etwas zusätzliches Geld her, für ungeplante Ausgaben oder kleine Extras, einen Kurzurlaub oder zum Bezahlen einer Rechnung. Mit diesen Tipps lassen sich ein paar zusätzliche Euro verdienen, vieles davon ist von zuhause aus oder ohne großen Aufwand möglich und eignet sich daher auch für die viel Beschäftigten unter uns.

  1. Ein paar Sachen auf eBay verkaufen. Klappt gut für Digitalkameras, Handys und andere Gadgets oder für Sportgeräte. Letzten Herbst habe ich auch die Winterreifen meines vorigen Wagens zu einem guten Preis verkauft. Schau einfach mal im Keller, was Dir nur Platz wegnimmt und woran jemand anders vielleicht noch Freude hat. Wichtig ist, dass der Käufer den Versand zahlt oder die Sachen selbst abholt.
  2. CDs und Bücher über Amazon verkaufen. Amazon erstattet sogar die Versandkosten. Das lohnt sich vor allem bei teuren Fachbüchern, aber andererseits: Kleinvieh macht auch Mist. Vielleicht mistest Du endlich mal Deine CD-Sammlung aus und schaffst wieder etwas Platz im CD-Regal? Meins ist komplett überfüllt, ich werde gleich am Wochenende meinen Tipp beherzigen 🙂
  3. Alte Kleidung zum Secondhand-Shop bringen. Ausgefallene Stücke wie das Cocktailkleid, in das Du sowieso nicht mehr reinpasst sind besonders geeignet, aber eigentlich geht alles, was noch gut erhalten ist. Und ein bisschen mehr Platz im Kleiderschrank ist der nette Nebeneffekt.
  4. Haushaltshilfe. In großen Einkaufsmärkten (und sogar in meinem Waschsalon) gibt es immer ein Schwarzes Brett, an dem Leute ihre Dienstleistungen anbieten, beispielsweise Bügelservice, Hunde ausführen, natürlich auch Putzen.
  5. Babysitting. Auch das über ein Schwarzes Brett anbieten.
  6. Wenn Du handwerklich begabt bist, biete doch einen „Ich repariere alles im Haushalt“ Service an oder etwas in der Art.
  7. Gartenarbeit. Wenn Du ein leidenschaftlicher Gärtner bist, biete an, den Rasen der Nachbarn zu mähen, Hecken zu schneiden, Pflanzen zu setzen, und so weiter.
  8. „Mann (oder Frau) mit Transporter“ Dienst, zum Beispiel als Umzugshelfer (meist 2 Personen mit Lieferwagen für 49 Euro pro Stunde) oder für andere Lieferfahrten. Auch das lässt sich über die beschriebenen Schwarzen Bretter anbieten, häufig sehe ich aber auch Annoncen an Laternen oder Ampeln bei uns in der Nachbarschaft.
  9. Komparse bei Film oder Fernsehen. Das bringt einerseits Geld (allerdings nicht besonders viel), macht aber vor allem Spaß. Speziell für Serienproduktionen werden ständig Leute gesucht, die im Hintergrund „mal kurz durchs Bild laufen“. Schauspielerische Fähigkeiten sind dafür nicht nötig, berühmt wird man dabei (leider) auch nicht. Die Jobs werden meist über Agenturen vergeben, einfach mal im Web nach Komparse, Agentur suchen. Seriöse Agenturen verlangen kein Geld für die Aufnahme in die Kartei.
  10. Zimmer vermieten. Das ist ein etwas aufwendigerer Tip und wird etwas länger brauchen, bis er sich auszahlt, aber kann dafür ein ständiges Zusatzeinkommen bringen. Ein Gästezimmer oder ein Ex-Kinderzimmer eignen sich zur temporären Vermietung an Messegäste (meist über Agenturen) oder Studenten (Aushang in der Uni) oder über die Mitwohnzentrale.

Hat jemand noch mehr Ideen? Immer her damit

Steuererklärung online erledigen

Leider ist die Einkommensteuererklärung immer noch nicht so einfach, dass sie auf einen Bierdeckel passt. Trotzdem wäre es ein Jammer, darauf zu verzichten, nur weil es etwas Arbeit bedeutet. Denn der Stundenlohn für die Arbeit, die Du in die Steuererklärung steckst, ist normalerweise exorbitant hoch.

Dabei ist es längst nicht so schwierig, wie es zuerst aussieht – Ich habe früher immer selber meine Steuer gemacht, bis ich zusätzlich zu meinem Angestelltendasein noch eine Firma aufgemacht habe. Seitdem habe ich einen sehr fähigen Steuerberater, und meine Empfehlung lautet eindeutig: Ein Steuerberater lohnt sich auf jeden Fall für Selbstständige oder Leute mit komplexen Vermögensverhältnissen (mehreren Immobilien, hohes Vermögen mit Kapitaleinkünften) – da kann er mehr herausholen, als er kostet – Auch wenn ich beim Bezahlen der Rechnung jedesmal schlucke.

Alle anderen „normalen“ Arbeitnehmer sollten sich selbst die Mühe machen. Die Erstellung dauert in diesen „einfachen“ Fällen inklusive Vorbereitung nicht länger als 2 oder maximal 3 Stunden, aber die durchschnittliche Erstattung liegt um die 350 Euro!

Das klingt nach einer lohnenden Sache, aber wo fängt man am besten an?

Wann ist eine Erstattung wahrscheinlich?
Lohnt es sich für Dich, Dir die Mühe zu machen, mit anderen Worten, kannst Du eine Erstattung erwarten? Laut Steuerfuchs ist damit üblicherweise in folgenden Fällen zu rechnen:

  • bei schwankenden Lohnzahlungen im laufenden Jahr, also wenn Dein Gehalt variable Anteile hat oder Du den Job gewechselt hast
  • bei Beginn oder Beendigung der Berufstätigkeit während des Jahres, wenn Du also nicht das ganze Jahr über gearbeitet hast
  • bei Versteuerung des Verdienstes aus geringfügiger Beschäftigung nach Lohnsteuerkarte, also für alle 420 Euro Mini-Jobber
  • bei Vorliegen erhöhter Werbungskosten über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 Euro, z.B. für Weiterbildung, beruflich veranlasster Umzug oder doppelte Haushaltsführung
  • bei Sonderausgaben über dem Sonderausgaben-Pauschbetrag von 36 / 72 Euro (Ledige/Verheiratete)
  • bei Geltendmachung von außergewöhnlichen Belastungen – wie Krankheitskosten, Scheidung, Beerdigung von Angehörigen
  • bei Heirat während des Jahres
  • zur Berücksichtigung der Steuervergünstigung für selbst genutztes Wohneigentum
  • bei Bezug von Entschädigungen und Arbeitslohn für mehrere Jahre
  • zur Berücksichtigung von Verlustabzügen aus anderen Einkunftsarten oder aus Vorjahren
  • zur Anrechnung von Zinsabschlagsteuer oder Kapitalertragsteuer

Welche Unterlagen musst Du vorbereiten:

  • Du solltest von Deinem Arbeitgeber einen Ausdruck Deiner elektronischen Lohnsteuerbescheinigung bekommen haben, aus der Du die wichtigsten Informationen zu Verdienst und gezahlten Steuern und Sozialabgaben ablesen kannst. (Das ist der Nachfolger des auf die gute alte „Steuerkarte“ geklebten Zettels.)
  • Alternativ: Der Rentenbescheid
  • Wenn Du einen Riester-Vertrag hast, die Anbieterbescheinigung und Deine Sozialversicherungsnummer
  • Belege über Werbungskosten, beispielsweise Berufskleidung und Reinigung, Gewerkschaftsbeiträge, Belege zur beruflich veranlassten doppelten Haushaltsführung, Steuerberatungskosten
  • Weiterbildungskosten, Umzugskosten (wenn beruflich veranlasst)
  • Entgeldbescheinigung für Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe oder Krankengeld
  • Belege für Sonderausgaben: Versicherungsbeiträge, Ausbildungskosten, Zuwendungsbescheinigungen („Spendenquittung“)
  • Belege über außergewöhnliche Belastungen: Scheidungskosten, Krankheitskosten (Zahnarzt, Arzt, Heilpraktiker, Optiker), Beerdigungskosten, falls ein Familienmitglied gestorben ist
  • Heirats- oder Geburtsurkunden, falls es da Änderungen gab, Belege über Unterhaltszahlungen
  • Bei Einnahmen aus Kapitalvermögen, also wenn Du Zinsen für angelegtes Geld bekommen hast: Steuerbescheinigungen und Erträgnisaufstellungen
  • Bei vermieteten Immobilien: Mieteinnahmen, Anschaffungskosten, Zinsen und Reparaturen, Grundsteuer, Wohngeldabrechnungen
  • Rechnungen über „haushaltsnahe Dienstleitungen“, z.B. Putzfrau, Handwerkerrechnungen (muss überwiesen worden sein, Barzahlung wird nicht anerkannt)
  • Sonstige Belege über Einnahmen / Ausgaben, die relevant sein könnten

Wie werden Einkünfte und Ausgaben berechnet?
Für die Berechnung ist noch nicht mal unbedingt eine eigene Software notwendig, wenngleich es eine große Anzahl unterschiedlicher Programme gibt. Die einfachste Lösung ist die Online-Berechnung und Erstellung, beispielsweise mit dem Steuerfuchs. Auf der Webseite ist ein kompletter Steuerratgeber integriert, und Du kannst ohne Registrierung und Kosten Deine Daten unverbindlich eingeben und berechnen lassen. So siehst Du gleich, was Du als Erstattung in etwa erwarten kannst. Die errechneten Werte kannst Du dann entweder von Hand in Papierformulare übertragen – dann kostet dieser Service gar nichts. Oder Du sendest die Steuererklärung gegen eine Gebühr von ca. 15 Euro online ab und musst Dich um nichts weiter kümmern.

Eine Alternative ist die Software „Steuer-Spar-Erklärung“, die Online per Download zu erwerben ist, auf allen gängigen Windows-Rechnern läuft und ebenfalls viele Tipps und einen Leitfaden für die Steuererklärung enthält.

Lebensweisheiten

Eric Zorn, Kolumnist bei der Chicago Tribune, veröffentlich aus Anlass seines 50. Geburtstags eine Liste mit gesammelten Lebensweisheiten. Ein paar davon haben mich besonders angesprochen, weswegen ich sie hier wiedergeben will. Bei der Gelegenheit habe ich gleich noch ein paar eigene Weisheiten angefügt, auch wenn ich bis zu meinem 50. noch viel Zeit habe:

  1. Lieber schief singen als gar nicht singen.
  2. Schnelligkeit ist ein Zeichen für Respekt.
  3. Dein guter Ruf ist eines der wertvollsten Besitztümer, und weder schwierig zu bekommen noch teuer: Sei fair. Sei ehrlich. Sei vertrauenswürdig. Sei großzügig. Respektiere dein Gegenüber.
  4. Ärger Dich nicht, wenn andere Menschen nicht den gleichen Geschmack haben wie Du in Bezug auf Musik, Sport, Literatur, Essen oder Mode. Freu Dich lieber, Du hättest sonst keine Chance, jemals irgendwelche Eintrittskarten zu ergattern.
  5. Der richtige Blickwinkel ist der Schlüssel zum Glück. Aus der Entfernung sieht selbst ein Schotterweg glatt aus.
  6. Auch wenn es Dir nicht so vorkommt: Es ist ein Glück, bei der Arbeit und Zuhause Menschen zu haben, die dir sagen wenn du dich mal irrst.
  7. Mit zunehmendem Alter ist es ähnlich schwierig, Neuem gegenüber aufgeschlossen zu bleiben wie seine schlanke Taille zu behalten.
  8. Es ist selten peinlich, zuzugeben, wenn man etwas nicht weiß aber es ist meistens peinlich, so zu tun als ob.
  9. Die Angst vor Fehlern führt zu Mittelmäßigkeit. Wer keine Fehler macht, arbeitet nicht sondern ruht sich aus.
  10. Sich mit jemandem zu unterhalten ohne Fragen zu stellen ist keine Unterhaltung sondern ein Monolog.
  11. Was wie Glück aussieht, ist meist harte Arbeit.
  12. Zwei kleine Dinge, an denen Du arbeiten kannst: Fang an zu lächeln, bevor Du ans Telefon gehst und achte auf einen festen Händedruck.
  13. Der 10-Minuten Trick hilft bei der Bewältigung großer Aufgaben, die Du vor Dir herschiebst: Stell einen Wecker und versprich Dir selbst, dass Du nach 10 Minuten aufhören und etwas anderes tun darfst. Und dann fang einfach an. Wenn Du erstmal in Fahrt bist, trägt der Impuls Dich weiter.
  14. In einem Streit oder einer Krise musst Du strategisch denken und handeln. Lege erst fest, welches Ergebnis Du erreichen möchtest und arbeite dann darauf hin.
  15. All der Krempel der bei Dir rumliegt und den Du nicht mehr willst, brauchst, anziehst oder ansiehst macht es nur schwieriger, die Dinge zu finden, die Du brauchst oder anziehen willst. Verschenk die Sachen oder wirf sie weg.
  16. Wenn Du Mist gebaut hast – gib es zu. Das ist der schnellste Weg – falls es einen gibt – dass man Dir verzeiht.
  17. Geld hat man vom Behalten und nicht vom Ausgeben
  18. Alles was passiert hat auch etwas Gutes, selbst wenn es jetzt noch nicht so aussieht.
  19. Glück kommt von innen. Nicht von außen.
  20. Tu es sofort. Sonst bleibt es wieder tagelang liegen.
  21. Einfälle muss man sofort notieren, sonst sind sie genauso schnell weg wie sie kamen.
  22. Eine Erkältung dauert mit und ohne Medizin genau gleich lang.
  23. Wachstum beginnt außerhalb der Komfortzone.
  24. Gutes wie Böses – früher oder später bekommt man alles zurück.
  25. Amerikaner lieben Listen wie diese. Deutsche offenbar auch 🙂

Mehr Spartipps – nicht nur für Kleingeld

Wer seine Ausgaben den Einnahmen besser anpassen möchte – mit anderen Worten Geld sparen, sei es um einen Kredit zurückzuzahlen oder um Vermögen aufzubauen, erhält häufig den Rat, die vielen kleinen regelmäßigen Ausgaben zu reduzieren, etwa den Kaffee auf dem Weg zur Arbeit zu streichen, Energiesparlampen einzusetzen, und so weiter. Die Amerikaner nennen das den „Latte-Faktor“. Auch ich habe gerade erst 12 einfache Spartipps in der Richtung veröffentlicht. Auf diese Ausgaben zu achten, ist gut und richtig, denn übers Jahr gerechnet kommen da ganz nette Sümmchen zusammen.

Wenn man aber mal eine Zeitlang ein Haushaltsbuch führt und schaut, welches die größten Ausgabenfaktoren des eigenen Budgets sind, eröffnen sich noch ganz andere Sparpotentiale.

Miete:
Für die meisten Menschen stellt die Miete für Wohnung oder Haus jeden Monat den weitaus größten Ausgabenanteil dar. Laut Mieterbund geben die Deutschen im Schnitt 28,3% ihres Einkommens für Miete und Nebenkosten aus. Wenn ich jemandem aus anderen Teilen Deutschlands erzähle, was unsere Münchner Wohnung an Miete kostet, ernte ich regelmäßig entsetzte Blicke. Gerade wegen des hohen Anteils lässt sich dabei natürlich auch am meisten sparen. Wenn das Geld nicht reicht, solltest Du sorgfältig abwägen, ob Du nicht eine Zeit lang in einer günstigeren Wohnung leben kannst, bis die finanzielle Situation wieder besser ist. Natürlich ist ein Umzug aufwendig, kostet sicher auch Geld, aber wenn Du eine Wohnung findest, die statt 800 Euro nur 500 kostet, hast Du 3.600 Euro mehr im Jahr, um Schulden abzuzahlen. Empfehlung: Wenn die derzeitige Wohnungsmiete deutlich mehr als 35% des Einkommens kostet, ist ein Umzug ernsthaft in Erwägung zu ziehen.

Nebenkosten:
In den letzten Jahren sind die Preise für Heizöl und Gas so stark gestiegen, dass sie inzwischen die Inflation auf den höchsten Wert seit 13 Jahren getrieben haben. Die Nebenkosten machen im Schnitt in Deutschland fast 30% der Mietbelastung aus. Auch hier also deutliches Sparpotential. Zum einen natürlich durch sparsamen Umgang mit Energie und Wasser: Heizen auf nicht zu hohe Raumtemperatur und nur in den Räumen, in denen sich jemand aufhält. Vernünftiges Lüften, also nicht Fenster stundenlang „auf Kipp“ sondern Stoßlüften. Elektronische Geräte ausschalten statt „Standby“ laufen zu lassen, Energiesparlampen und Elektrogeräte mit hoher Energieeffizienz verwenden. Öfter Duschen statt Baden und Wasch- und Spülmaschine erst bei optimaler Füllung einschalten. Eine EU-Studie rechnet aus, dass ein typischer deutscher Haushalt durch effizientere Energienutzung bis zu 1.000 Euro im Jahr sparen kann. Auf der Webseite der Deutschen Energie-Agentur wird eine sehr interessante Broschüre zum Thema Energiesparen angeboten.

Eigenes sparsames Verhalten bringt viel, zusätzlich aber kann ein Wechsel des Strom- oder Gasanbieters eine Menge Geld sparen. Hier hilft ein kostenloser Vergleich der Stromanbieter in Deutschland, das beste Angebot zu finden. Zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter kommen leicht nochmal bis zu 200 Euro Unterschied zusammen.

Zigaretten:
Alle wissen, dass Rauchen ungesund ist, und nach Einführung der neuen Nichtrauchergesetze macht es sowieso kaum noch Spaß… Aber Hand aufs Herz – wer hat schonmal ausgerechnet, was er jeden Monat für die Kippen ausgibt? Bei mir waren das 2004 – mit etwa einer Schachtel täglich – deutlich über 100 Euro monatlich. Ich habe dann einen Handel mit mir selbst gemacht und von einem Tag auf den anderen komplett aufgehört, um von dem Geld mein neues Auto, einen Mini, zu finanzieren. Und ich habe die Zigaretten nicht einen Tag lang vermisst! Wenn Du auch Deiner Gesundheit was Gutes willst und noch dazu 1.500 Euro jährlich sparen willst – dann hör doch auch auf. Es funktioniert nach meiner Erfahrung am besten ganz ohne Hilfsmittel wie Nikotinpflaster oder Tabletten, weil das Aufhören im Kopf beginnt. Die Hilfsmittel kosten nur auch wieder Geld. Der Focus beschreibt ein 10-Schritte Programm, das ganz sinnvoll klingt. Ich persönlich habe Allen Carrs Buch „Endlich Nichtraucher!“ gelesen und fand es hilfreich, aber ich weiß, dass dieser „Psychokram“ nicht jedermanns Sache ist.

Auto:
Der Deutschen liebstes Spielzeug, das Auto, verursacht ebenfalls jeden Monat hohe Kosten. Bei der Kfz-Versicherung gibt es riesige Unterschiede, da kann das teuerste Angebot leicht doppelt so viel kosten wie das günstigste, hier lohnt ein Vergleich auf jeden Fall. Je nach Versicherung ist eine Ersparnis von 1.000 bis 2.000 Euro leicht zu erreichen. Ein Wechsel ist immer zum 30. November oder bei Preiserhöhungen möglich. Zudem lässt sich durch sparsamere Fahrweise ebenfalls eine Menge Geld einsparen, was viele nicht wahrhaben wollen. Mein Wagen verbraucht 7 Liter, wenn ich damit auf der Autobahn unterwegs bin, aber 8 Liter, wenn mein Liebster fährt. Bei kurzen Strecken (und zugegebenermaßen gutem Wetter) kommt bei mir auch mal das Fahrrad oder die Straßenbahn zum Einsatz.

Wenn Dein Geld vorne und hinten nicht reicht, solltest Du überlegen, ob nicht ein günstigeres Modell für den Moment auch den Zweck erfüllen kann. Wenn Du in der Stadt wohnst, kannst Du vielleicht sogar ganz auf ein Auto verzichten und damit einen riesigen Kostenfaktor komplett von Deiner Liste streichen.

Versicherungen:
Der letzte große Batzen, den es zu überprüfen gilt, sind die Versicherungen. Viele Menschen in Deutschland sind falsch versichert, besitzen unnötige oder überteuerte Policen. Das ist natürlich Stoff für einen eigenen Beitrag, den ich schon auf der Ideenliste habe, aber in aller Kürze hier einige Hinweise: Versicherungen sind dazu da, existentielle Risiken abzusichern, und nicht für jede noch so kleine Eventualität. Kapitallebensversicherungen sind ausschließlich für Leute interessant, die ihre Familie für den Todesfall absichern wollen. Wer eine solche Versicherung als Geldanlage aufgeschwatzt bekommen hat (wie ich vor vielen Jahren), sollte prüfen lassen, ob es nicht mehr bringt, die Versicherung beitragsfrei zu stellen oder auszahlen zu lassen, und die Beiträge künftig anders anzulegen.

Unabdingbar dagegen ist für jeden nach 1961 geborenen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn die zahlt der Staat nicht mehr. Krankenversicherung ist ohnehin Pflicht, und auch eine Haftpflichtversicherung sollte jeder haben. Während eine Haftpflichtversicherung bereits für wenige Euro monatlich zu haben ist, fallen für Kranken- und Berufsunfähigkeitsversicherung monatlich hunderte von Euro an. Ein Wechsel kann hier richtig Geld bringen. Die Spanne reicht von 12% bis über 16% Beitrag – ich kann Dir nur empfehlen, einmal einen Blick auf die unterschiedlichen Beitragssätze zu werfen. Ich habe vor einem Jahr meine (gesetzliche) Krankenkasse gewechselt und spare dabei jeden Monat über 50 Euro, die ich in eine private Zusatzversicherung stecke. Für alle übrigen Versicherungen, die Du planst abzuschließen oder zu wechseln lohnt ein Online-Versicherungsvergleich.

Richtig Sparen – 10 Tipps zum Vermögensaufbau

Bei der Verbraucherzentrale Hamburg finden sich 10 wertvolle Tipps zum vernünftigen Vermögensaufbau, die ich sofort unterschreiben würde, daher hier die Liste:

1 Kein Sparen auf Kredit!
Wer mit seinem Dispo regelmäßig im Minus ist, sollte unbedingt zuerst sein Konto ausgleichen, bevor mit dem Sparen begonnen wird – denn die Zinsen für den Kredit sind immer höher als die Rendite für einen Sparvertrag. Wenn der Sparvertrag 3 oder 4% Zinsen bringt und der Dispo im Schnitt 10 bis 12% Zinsen kostet, geht bares Geld verloren.

2 Das richtige „Timing“
Der Anlagehorizont der Sparform sollte passend zur Lebensplanung gewählt werden. Für geplante Anschaffungen oder Investitionen, Selbständigkeit, Immobilienkauf, oder Heirat und Kinderwunsch muss das eigene Geld zum passenden Zeitpunkt „flüssig“ sein. Bei zu langfristiger Anlage ist oft nur mit Verlust oder gar nicht vor Fälligkeit ans eigene Geld zu kommen. Selbst wenn die Investition als Altersvorsorge gedacht ist, ist die Anlage in Etappen und entsprechende Wiederanlage nach Fälligkeit sinnvoll.

3 Sparen und Steuern
Auch wenn die ab 2009 geplante Abgeltungssteuer gerade in aller Munde ist: Für die meisten von uns sollte das die geringste Sorge sein, denn bei Anlagebeträgen bis etwa 20.000 Euro (40.000 für Verheiratete) bleibt man mit festverzinslichen Anlageformen normalerweise unter dem Freibetrag von 801 Euro (Verheiratete 1.602 Euro). Und auch darüber hinaus sollten eher Faktoren wie Gesamtrendite und Sicherheit der Anlage den Ausschlag für eine Geldanlage geben.

4 Rendite kontra Sicherheit
Wie im Beitrag zur Anlagestrategie schon erwähnt, verhalten sich Rendite und Risiko proportional zueinander. Und auch wenn die Zinsen auf Tagesgeld, Sparbuch, Festgeld, Sparbrief oder Bundesschatzbriefe mit um die 4 bis 5% recht niedrig erscheinen, so sind sie doch praktisch risikofrei. Investierter Betrag und Zinsen sind normalerweise 100% sicher. Dafür gibt es vom Anbieter eben auch entsprechend weniger Zinsen. Investmentfonds und Aktien bieten zwar eine höhere Renditechance, aber eben auch ein höheres Risiko von Schwankungen oder gar Verlust.

5 Sparen und Kosten
Depotgebühren für das Aktiendepot, Ausgabeaufschlag beim Kauf von Fonds, Kontoführung – all diese Kosten wirken sich schmälernd auf die Rendite der Geldanlage aus. Vor der Entscheidung für einen Anbieter sollte man also einen genauen Blick auf die Gebührentabelle werfen.

6 Sparen für die Immobilie
Die genannten festverzinslichen Anlageformen eignen sich bestens, um Kapital bis zum geplanten Kauf einer Immobilie „zwischenzuparken“, damit im passenden Moment der Kreditaufnahme das Kapital flüssig ist.

7 Sparen und Ethik
Einige Banken, die für Sparer „gute“ Konditionen bieten, haben bei den Verbraucherzentralen in der umgekehrten Rolle als Kreditgeber einen sehr schlechten Ruf (z.B. Citibank). Sie können Sparkunden nur deswegen gute Zinsen bieten, weil sie von den Kreditkunden ebenfalls sehr hohe Zinsen verlangen. Auch bei Fonds lege ich Wert darauf, dass die investierten Unternehmen nicht auf unethische Art, beispielsweise durch Kinderarbeit, ihre Gewinne erwirtschaften. Seit einiger Zeit gibt es spezielle „Ethik-Fonds“, die auf nachhaltiges Investment oder Umwelt- und Klimaschutz achten. Und das muss keineswegs die Rendite schmälern.

8 „Festverzinste“ kontra Versicherungen
Festverzinsliche Anlageformen wie Festgeld, Sparbriefe oder Bundesschatzbriefe eignen sich für die Altersvorsorge deutlich besser als die so beliebten Lebens- und privaten Rentenversicherungen. Denn bei letzteren ist die Anlage sehr unflexibel und auf Jahrzehnte fest gelegt mit hohem Verlust bei vorzeitiger Beendigung sowie mageren Renditen von nur 2% bis maximal 4% und hohen Verwaltungsgebühren, die die Rendite nochmals drücken.

9 Vorsicht vor Traumrenditen!
Auch wenn ich mich wiederhole: Rendite und Risiko verhalten sich grundsätzlich proportional. Bei „Traumrenditen“ und „Steuersparmodellen“ werde ich misstrauisch – Viele Menschen haben sich von der Gier den Verstand vernebeln lassen und auf die Art viel Geld nicht gewonnen sondern verspielt, z.B. mit faulen Ostimmobilien oder Medienfonds.

10 Die Verbraucherzentrale empfiehlt folgendes Sparkonzept im Miniformat
Die einzelnen Schritte bauen dabei aufeinander auf:

  • Dispo in die schwarzen Zahlen bringen.
  • Liquiditätsreserve von ein bis zwei Monatsgehältern verfügbar auf einem Tagesgeldkonto.
  • Eine mittelfristige Anlage (etwa 2 – 6 Jahre) als Festgeld, in Sparbriefen oder Bundesschatzbriefen etwa in der Höhe, wie der nächste PKW kosten soll.
  • Erst für Beträge darüber hinaus eignet sich ein Investment an der Börse oder in Immobilien.

Je nach persönlichen Umständen, Zielen und Plänen können Abweichungen vom Plan natürlich möglich und sinnvoll sein. Generell kann der Aktienanteil am persönlichen Vermögen je höher sein, desto weiter der Zeitpunkt der Rente noch entfernt ist, also dem Zeitpunkt, ab dem man von seinem Kapital leben möchte. Die Faustformel hierfür lautet „100 minus Lebensalter“. Ein 30-Jähriger könnte also durchaus 70% seines Vermögens an der Börse anlegen, da er noch viel Zeit hat, eventuelle Schwankungen auszusitzen. Gemeint ist dabei allerdings nur Kapital, dass nicht in Bälde für eine Investition oder für andere Zwecke zur Verfügung stehen soll.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt zudem, bei „Riester-Verträgen“ nicht auf private Rentenversicherungen zu setzen, sondern wegen der höheren Rendite Bank- und Fondssparpläne zu bevorzugen.

Wer allerdings größeren Wert auf Sicherheit als auf Rendite legt, kann auch eine klassische Riester-Rente wählen, beispielsweise den „RiesterMeister“ beim aktuellen Testsieger Hansemerkur 24.

Anlagestrategie: diesmal Glück gehabt

Der Januar ist dieses Jahr ein komplett verrückter Börsenmonat, und ich hatte mal wieder ein spezielles Erlebnis mit meiner Anlagestrategie. Aber der Reihe nach…

Ein allgemein bekanntes Geheimnis für die erfolgreiche Geldanlage ist es, sein Kapital je nach Anlagehorizont in unterschiedliche Anlageformen zu streuen. Der Hintergrund dabei: Je höher die Rendite einer Geldanlage, desto höher ist typischerweise auch das Risiko, wodurch sich der Anlagehorizont verlängert – also die Dauer, für die das Geld angelegt wird.

Das von mir immer wieder gern genannte Tagesgeld ist im Prinzip risikofrei, wenn man mit einem seriösen Institut mit voller Einlagensicherung arbeitet, ist täglich verfügbar, bietet aber eben mit um die 4% eine relativ niedrige Rendite. Daher eignet es sich bestens zur Anlage einer Liquiditätsreserve, aus der man sich für unvorhergesehene Ausgaben oder den geplanten Urlaub bedienen kann.

Festgeld ist ebenfalls praktisch risikofrei, wird aber für einen festen (mittellangen) Zeitraum von einigen Monaten bis einigen Jahren fest angelegt und bietet dadurch etwas höhere Zinsen zwischen 4% und 5%.

Höhere Renditen erzielt man mit Investmentfonds, deren Wert und damit die Rendite aber Schwankungen unterworfen sein kann. Daher kann es passieren, dass man nur eine unterdurchschnittliche Rendite realisiert, wenn man das investierte Kapital zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt, anstatt eine solche negative Schwankung einfach auszusitzen. Aus diesem Grund sollte man in Fonds und Aktien nur Kapital investieren, dass sicher für den geplanten Anlagezeitraum – und notfalls darüber hinaus – zur Verfügung steht.

Für einen mittelfristigen Anlagehorizont mit 3 bis 5 Jahren eigenen sich Rentenfonds, die eine vergleichsweise geringe Volatilität (Schwankungsbreite) aufweisen und im Durchschnitt zwischen 6% und 9% pro Jahr erzielen.

So genannte Mischfonds, die sowohl in Rentenpapiere als auch in Aktien investieren, sind schon risikoreicher, können dafür langfristig aber Renditen um 10% bis 12% p.a. erreichen. Der Anlagezeitraum sollte allerdings zwischen 5 und 10 Jahren liegen, denn hier sind schonmal Durststrecken an der Börse zu verkraften.

Top-Aktienfonds erreichen Renditen von 15% und deutlich mehr pro Jahr – wenn man den richtigen Zeitraum erwischt. Aus diesem Grund sollte das in Aktienfonds investierte Kapital für einen Anlagehorizont von 10 Jahren und mehr zur Verfügung stehen – über diesen Zeitraum ist eine solche Durchschnittsrendite in der Vergangenheit möglich gewesen, sogar wenn kurz vor einem Crash investiert wurde.

Aktien-Einzeltitel besitzen ein sehr hohes Risiko, und eignen sich für Kleinanleger kaum, weil mit wenig Kapital kaum eine Risikostreuung erreicht werden kann. Mit nur 5.000 Euro Kapital ist es eben schwierig, in unterschiedliche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen zu investieren. Wenn aber die zwei oder drei Aktien im Depot plötzlich schwächeln, kann unter Umständen das gesamte Kapital verloren gehen. Daher kommt die Investition in einzelne Aktien im Grunde erst in Frage, wenn ausreichend Kapital in sichereren Anlageformen gestreut ist.

So gut informiert war ich vor 10 Jahren allerdings nicht, als die erste Aktienhysterie in Deutschland losging und ich wie alle Welt in die „Volksaktie“ der Telekom investierte, zusammen mit einigen anderen „todsicheren“ Werten wie „das Werk“. Das Problem: Ich hatte keine Liquiditätsreserve und auch kein Kapital in weniger volatilen Anlageformen verfügbar. Als ich dann plötzlich Geld brauchte, musste ich wohl oder übel meine paar Aktien verkaufen und konnte eine Erholung der Kurse leider nicht abwarten. Ergebnis: Einige tausend Euro realisierter Verlust.

Inzwischen klüger geworden, verteile ich meine Sparraten auf Tagesgeld für die Reserve, auf die ich immer zugreifen kann und unterschiedlich risikoreiche Fonds, für die ich einen Anlagehorizont von mindestens 5 Jahren geplant hatte. Aber auch diesmal musste ich vorzeitig an das in Fonds investierte Geld. Eigentlich wollte ich trotzdem noch mindestens den vermeintlich „traditionell starken Januar“ abwarten und noch einige Gewinne mitnehmen. Als dann aber die ersten Anzeichen durch die Presse gingen, dass die Zeit der rasanten Kurssteigerungen fürs erste vorbei sein würde, habe ich Anfang Januar sicherheitshalber verkauft. Ergebnis: diesmal Glück gehabt. Hätte ich wie geplant die Fonds behalten, hätte ich durch den Januar-Crash wieder eine Menge Geld verloren. Wer weiß, bis wann die Kurse sich wieder auf den Stand vom letzten Oktober erholen.

Fazit: Auch gute Anlagestrategien muss man manchmal hinter sich lassen…

Kauf auf Raten – ein schlechter Plan

Da steht im Elektronikfachmarkt dieser wunderbare HD-Flatscreen oder DVD-Recorder, nach dem man schon so lange giert, und es lockt das Preisschild mit „nur 19 Euro monatlich“ – das klingt natürlich erstmal günstig. Aber diese Rate ist 36 Monate, also 3 Jahre lang, zu zahlen. Um festzustellen, was die wahren Kosten dieses anscheinend günstigen Angebotes sind, ist keine große Rechenkunst nötig: In den 36 Monaten kommen insgesamt 689,- Euro zusammen. Eine Preisrecherche im Internet liefert die Information, dass der DVD-Recorder normalerweise zum Preis von 389,- Euro zu kaufen ist. Macht exakt 300 Euro Zinsen in den 3 Jahren, demnach ein effektiver Jahreszins von über 25%!

Noch interessanter wird die Rechnung anders herum: Wenn ich den Player jetzt noch nicht kaufe, sondern stattdessen 19 Euro monatlich anlege, beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto mit 4% Zinsen, hätte ich die 389 Euro nach 20 Monaten zusammen. Mein nächster Gedanke: Wenn ich 19 Euro im Monat zurück legen kann, dann vielleicht auch 29 – und schon reicht ein Jahr, um das nötige Geld zu sparen. Bis dahin gibt es zum gleichen Preis bestimmt sogar ein besseres Modell…

Allerdings klingt es heutzutage ziemlich spießig, auf etwas zu sparen, anstatt sich „seine Wünsche sofort zu erfüllen“, wozu wir ständig von der Werbung ermuntert werden.

Während meines Studiums, als ich nicht viel Geld zur Verfügung hatte, habe ich auch einen Videorecorder „geleast“, weil ich dachte, den brauche ich, ohne groß darüber nachzudenken. Die Unterlagen über die genauen Raten konnte ich jetzt leider nicht mehr finden, aber ich erinnere mich, dass ich jahrelang dafür gezahlt habe, leider auch dann noch, als ich den Recorder schon gar nicht mehr besaß, nachdem mein dann Ex-Freund ausgezogen war und den Recorder mitgenommen hatte. Eine unschöne Erfahrung, die ich mir wirklich hätte sparen können.

Diesen Ratschlag wird man auch von den meisten Finanzexperten bekommen: Konsumschulden, also Schulden für Dinge, die nicht an sich einen Wert darstellen sondern Ihren Wert durch Benutzung oder Verbrauch verlieren, können der erste Schritt in die Schuldenfalle sein. Teures Technikspielzeug oder andere Wünsche durch Ratenkauf oder Leasing zu finanzieren, befriedigt zwar das spontane Bedürfnis, etwas JETZT zu besitzen, aber letztlich zu einem hohen Preis: Am Ende kann man sich auf die Art nicht mehr leisten, sondern weniger, denn zusammen mit den Zinsen kommt jeder einzelne Kauf ja wesentlich teurer als bei Barzahlung. Dabei suggeriert die Werbung das glatte Gegenteil.

Wer monatlich Geld als Notgroschen zurücklegt, dessen Wahrnehmung wird sich allerdings schnell ändern. Es ist einfach ein gutes Gefühl, für unvorhergesehene Ausgaben gerüstet zu sein oder sich dann doch den neuen DVD-Rekorder aus dem Ersparten zu gönnen. Es könnte aber passieren, dass man ihn dann gar nicht mehr so dringend will, weil man plötzlich Spaß am Geld behalten statt am Geld ausgeben gefunden hat…

Mein Rat: Fang JETZT an, Geld zurück zu legen. Wenn für den Ratenkauf Geld da gewesen wäre, ist auch Geld zum Sparen vorhanden. Ich habe es mir zu Regel gemacht, grundsätzlich nur noch etwas zu kaufen, wenn ich das Geld dafür habe.

Wie man seine finanzielle Situation von einem Tag auf den anderen verbessert

Heute habe ich auf The Simple Dollar einen Tipp gefunden, wie man seine finanzielle Situation von heute auf morgen verbessern kann. Und das beste ist, dass dieser Trick nicht nur einmal sondern immer wieder funktioniert. Dabei ist es unglaublich einfach und naheliegend, aber die wenigsten kommen darauf, wieviel das bringt.

Das faszinierende ist:

(Fast) Jeder kann es anwenden. Es funktioniert für mich in München genau wie für Trent in Iowa, für Jugendliche genau wie für Erwachsene.

Es führt auf jeden Fall zu mehr Geld im Portemonnaie. Wer diesen Trick anwendet, wird auf jeden Fall mehr Geld besitzen, als wenn er es nicht getan hätte. Und weil es so einfach ist, fühlt es sich an wie Zauberei.

Es ist weder illegal noch grenzwertig. Es geht nicht um Geld, das einem nicht wirklich gehört. Niemand wird schief gucken, im Gegenteil.

Es fühlt sich gut an. Abends beim Schlafengehen hat man das Gefühl, etwas geschafft zu haben.

Und was soll das wohl sein? Der tolle Trick, mit dem jeder seine Finanzen verbessern kann?

Bereit?

Gib heute kein Geld aus.

Verbring einfach mal einen Tag, ganz ohne Geld auszugeben. Keinen Kaffee oder Butterbrezen auf dem Weg zur Arbeit. Kein Sushi aus der Supermarkt-Theke. Nicht schnell das neue Album der Lieblingsband und auch keine Songs bei iTunes kaufen. Erst recht keine Klamotten. Komm einen ganzen Tag ohne Geld aus.

Morgen kann es ja wieder weiter gehen wie normal, aber jeder Tag, den man auf diese Art nutzt, macht sich in Zukunft bezahlt. Mit dem gesparten Geld kann man Schulden abzahlen, das Notfallkonto aufstocken, einen Fondssparplan anlegen (wenn die Börse ihre Talfahrt wieder beendet hat).

Und es ist so einfach, dass wir es gleich morgen probieren können. Wer macht mit?

12 einfache Spartipps – oder Kleinvieh macht auch Mist

Diese 12 ganz einfachen Anregungen können eine Menge Geld sparen helfen, mit dem sich zum Beispiel das Notfallkonto aufstocken lässt.

1. Wechsel zu einer Bank mit kostenlosem Girokonto. Wenn Du bei Deiner aktuellen Bank noch Kontoführungsgebühren zahlst, kannst Du auf die Art leicht 50 bis 100 Euro im Jahr sparen. Ich selbst bin vor einem Jahr zur Postbank gewechselt, dort ist das Girokonto ab 1250 € monatlichem Geldeingang kostenlos. Das comdirect Girokonto ist ebenfalls kostenlos ab 1250 €. Es gibt auch noch einige andere Anbieter, hier ein Vergleich.

2. Geld vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto übertragen. Das Sparbuch bringt nur magere 0,5% bis 1% Zinsen während ein Tagesgeldkonto derzeit 3,8% oder 4% Zinsen abwirft, beispielsweise das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 3,8% oder das 1822direkt-TopCash-Konto. Wenn Du 1000 Euro vom Sparbuch auf ein Tagesgeldkonto überträgst, bekommst Du statt 5 Euro (0,5% Zinsen) dafür in Zukunft 40 Euro (bei 4%).

3. Einen Milchkaffee weniger pro Woche kaufen. Wenn Du wie ich süchtig nach Milchkaffee bist und regelmäßig bei Starbucks vorbeischaust, angenommen dreimal die Woche – dann reduzier das einfach auf zweimal. Macht 10 Euro im Monat oder 120 Euro im Jahr.

4. Den Dispo zurückzahlen. Ein Dispositionskredit kostet aktuell im Schnitt 13% Zinsen. Das sind bei 2000 Euro jedes Jahr 560 Euro Zinsen. Entweder Du bist diszipliniert und schaffst es, Deine laufenden Ausgaben so einzuschränken, das jeden Monat ein Betrag übrig bleibt, um den Dispo zu verringern. Oder Du nimmst einen klassischen Ratenkredit auf, die es derzeit zu 5% bis 6% Zinsen gibt. Dabei sparst Du immerhin noch die Hälfte der Zinsen.

5. Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzen. Energiesparlampen brauchen 80% weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen und halten 8-mal länger. Bei gleicher Helligkeit und einer durchschnittlichen Lebensdauer von achttausend Stunden spart man so etwa 73 Euro pro Lampe. Ein normaler Haushalt kann so immerhin 50 Euro pro Jahr sparen.

6. Für ausreichenden Druck der Autoreifen sorgen. Bereits ein halbes Bar zu wenig Druck in den Reifen erhöht den Spritverbrauch um bis zu fünf Prozent. Wenn Du normalerweise 7 Liter brauchst und im Jahr 15.000 km fährst, sparst Du über 50 Liter Sprit im Jahr – bei Spritpreisen um 1,40 die Kleinigkeit von 73 € im Jahr.

7. DVDs in der Stadtbücherei ausleihen. Wenn Du einmal im Monat statt ins Kino zu gehen einen Klassiker in der Stadtbücherei leihst, sparst Du leicht 10 € im Monat – oder 120 € im Jahr.

8. Ein Buch lesen. Ich habe zuhause noch eine Menge ungelesene Bücher. Und natürlich hat die Bücherei eine hervorragende Auswahl. Wenn Du einmal im Monat statt für 20 € auszugehen oder ein neues Buch zu kaufen zuhause ein vorhandenes Buch oder eins aus der Bücherei liest, sind das 240 € im Jahr.

9. Einen Softdrink am Tag durch Leitungswasser ersetzen. Wenn Du mehrere Glas Cola oder Saft am Tag trinkst, kannst Du auf die Art nicht nur Geld, sondern auch noch Kalorien sparen. Bei 0.30 € pro Glas macht das 109 € im Jahr.

10. Nur mit Einkaufszettel Einkaufen gehen. Mit Spontankäufen gebe ich pro Woche locker 10 € für unnötige Sachen oder Vorratskäufe aus, die ich dann doch nicht verbrauche. Macht über 500 € pro Jahr.

11. Ein einfaches Essen aus vorhandenen Vorräten zaubern, statt den Pizzaservice zu bestellen. Bestimmt hast Du nicht „Nichts“ im Haus, sondern findest noch eine Packung Linsen und etwas Gemüsebrühe oder einen Beutel Reis, den Du kochen und mit etwas Gemüse und Gewürzen anbraten kannst. Wenn Du das nur jeden zweiten Monat machst und jeweils 10 € sparst, sind das auch 60 € jedes Jahr.

12. Die doppelte Menge kochen und den Rest am nächsten Tag mit ins Büro nehmen. Wenn Du das zweimal im Monat machst und dadurch jeweils 5€ für ein Mittagessen sparst, hast Du nochmal 120 € im Jahr.

Das klingt alles banal, und ist sicher kein großer Verzicht, aber sollen wir mal ausrechnen, was sich auf die Art sparen lässt?

Die Einzelbeträge summieren sich auf über 2000 Euro! Sparsamkeit lohnt sich also doch. Das in nur einem Jahr gesparte Geld kann der Grundstock für die Notreserve sein oder die Anzahlung für ein Auto, oder endlich die Ablöse für den Dispo, oder oder oder.

Fazit: Kleinvieh macht auch Mist!

Richtig sparen – Finanzielle Sicherheit erreichen

Was machst Du, wenn morgen Dein Auto einen Motorschaden hat, Deine Waschmaschine kaputt geht, oder Du einige Monate „zwischen zwei Jobs“, also ohne Arbeit bist? Bringt Dich der Gedanke komplett in Panik, oder hast Du finanzielle Reserven, um solche unvorhergesehenen Ausgaben abzufedern?

Du meinst, dafür sei doch der Dispositionskredit Deines Girokontos da? Dann kann ich Dir nur raten, mal genau nachzurechnen, wie viel Dein Dispo Dich wirklich kostet. Beispiel gefällig? Typischerweise werden dafür pro Jahr (!) zwischen 10% und 15% Zinsen fällig. Angenommen, Dein Konto ist im Schnitt mit 4.000 Euro in den Miesen, dann zahlst Du bei angenommenen 13% Zinssatz jedes Jahr 520 Euro nur an Zinsen. Schade um Dein Geld!

Finanzielle Sicherheit ist der erste Schritt

Daher ist der erste wichtige Schritt auf dem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit, ein gewisses Polster als eiserne Reserve aufzubauen – also finanzielle Sicherheit zu haben. Dieses Geld sollte gut verzinst angelegt sein aber trotzdem leicht verfügbar – Du musst im Notfall sofort darauf zugreifen können. Der beste Weg, das zu erreichen, ist die Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto. Denn auf Deinem Girokonto bekommst Du meistens gar keine Zinsen für Deinen Notgroschen, während höher verzinste Anlageformen wie Festgeld oder Investmentfonds nicht so schnell flüssig zu machen sind. Ein gutes Tagesgeldkonto dagegen bietet derzeit bis zu 5% Zinsen und erlaubt Dir, jederzeit den benötigten Betrag abzuheben.

Je nach Lebenssituation und persönlichem Sicherheitsbedürfnis sollte Dein Ziel sein, zwischen 2 und 6 Netto-Monatsgehältern „auf der hohen Kante“ zu haben. Das ist natürlich nicht von heute auf morgen zu erreichen, vielleicht erscheint es Dir im Moment sogar gänzlich unerreichbar.

Es sind keine großen Beträge nötig

Aber das stimmt nicht. Die Wahrheit ist: Du musst nur endlich anfangen zu Sparen. Auch kleine Beträge werden durch regelmäßiges Sparen im Laufe der Zeit zu stattlichen Beträgen. Dazu einige Rechenbeispiele:

Ratensparen mit 4% Zinsen p.a.
monatl. Betrag Ansparzeit Zinsen Endbetrag
50 3 Jahre 113 € 1.913 €
50 5 Jahre 320 € 3.320 €
100 3 Jahre 227 € 3.827 €
100 5 Jahre 640 € 6.640 €
200 3 Jahre 453 € 7.653 €
200 5 Jahre 1.259 € 13.259 €

50 Euro im Monat zu sparen sollte eigentlich für jeden machbar sein – und auch mit diesem kleinen Betrag sind nach 3 Jahren bereits mehr als ein Monatsgehalt gespart, nach 5 Jahren dank des Zinseszinseffektes sogar 2 Monatsgehälter. Und schau Dir an, was Du erst mit 100 oder 200 Euro monatlich erreichen kannst – vielleicht spornt Dich das an, Dein finanzielles Ziel etwas schneller anzugehen?

Und was ist nun zu tun?

Überlege Dir also, wieviel Geld Du benötigst, um Dich finanziell sicher zu fühlen, und welchen Betrag Du monatlich erübrigen kannst. Mit verschiedenen Kombinationen von Laufzeit, monatlicher Rate, Sparziel und Zinssatz kannst Du in meinem Sparrechner ausprobieren, wie schnell Du zu Deinem Ziel kommst.

Es ist wichtig, das Sparen per Dauerauftrag zu automatisieren, damit Du nicht jeden Monat wieder daran denken musst, zu überweisen oder irgendwas vermeintlich wichtigeres dazwischen kommt. Wenn Du versuchst, am Monatsende das anzulegen, was übrig bleibt, wirst Du feststellen, dass überraschenderweise nie etwas übrig ist. Wenn das Geld dagegen direkt am Monatsanfang, nachdem das Gehalt da ist, abgebucht wird, wird es Dir kaum fehlen.

Als nächstes solltest Du daher ein gut verzinstes kostenloses Tagesgeldkonto einrichten, z.B. das comdirect Tagesgeld PLUS mit derzeit 5% oder das 1822direkt-CashSkyline-Konto mit zur Zeit 5,05%, auf das Du monatlich per Dauerauftrag Deine Sparrate überweist. vergleich.de bietet den kostenlosen und unabhängigen Service, die Konditionen der unterschiedlichsten Anbieter zu vergleichen, wenn Du also noch auf der Suche nach der geeigneten Bank bist.